Mission Klassenerhalt: Kann der FCM bereits gegen Holstein Kiel den Verbleib sichern?
Magdeburg – Der 1. FC Magdeburg steht vor einem äußerst wichtigen Wochenende. Mit einem Erfolg gegen Kiel könnten die Elbestädter – abhängig von den Ergebnissen der Parallelspiele – möglicherweise schon den Verbleib in der Liga endgültig klarmachen. Trainer Petrik Sander lobte während der Pressekonferenz die Stimmung innerhalb des Teams.
„Die Mannschaft ist sich bewusst, dass das ein bedeutender Schritt war, aber noch nicht der entscheidende. Man merkt, dass sie diese Spannung trotz allem aufrechterhält“, erklärte Sander mit Blick auf den Sieg gegen Hertha BSC. Durch diese drei Punkte liegen die Blau-Weißen aktuell zwei Zähler vor dem Relegationsplatz und haben somit alle Chancen in der eigenen Hand.
Obwohl der Heimsieg für eine kleine Erleichterung in der Tabelle sorgte, bleiben Sander und seine Mannschaft fokussiert: „So schnell, wie wir das Spiel in Nürnberg abgehakt haben, wollten wir auch die Partie gegen Hertha schnell abschließen. Diese Energie brauchen wir, um den letzten Schritt zu schaffen.“
Dieser „letzte Schritt“ könnte bereits am kommenden Spieltag gelingen. Sollten von Braunschweig, Fürth oder Düsseldorf zwei Teams Remis spielen und Magdeburg selbst in Kiel gewinnen, wäre der Klassenerhalt gesichert. Hinzu kommt, dass Fortuna und Fürth am letzten Spieltag direkt aufeinandertreffen.
Braunschweig tritt parallel zu Magdeburg zuhause gegen Dynamo Dresden an, Düsseldorf empfängt am Sonntag um 13:30 Uhr Elversberg in der heimischen Arena und Fürth muss zeitgleich auswärts in Berlin antreten.
Die Kieler, Gegner des FCM, haben den Klassenerhalt bereits in einer starken Serie erreicht. Das Team des früheren HSV-Trainers Tim Walter ist seit sechs Begegnungen ungeschlagen und konnte die letzten vier Partien jeweils für sich entscheiden.
„Wenn das Ziel erreicht ist und der Druck nachlässt, führt das meist zu einer gewissen Erleichterung. Man darf davon ausgehen, dass sie dann einiges ausprobieren werden – vielleicht auch mit mehr Risikobereitschaft“, blickt Petrik Sander auf die Kieler.
Wie Holstein Kiel letztlich auftreten wird, ist für Sander „zweitrangig“. Sein Fokus liegt erneut darauf, das eigene Spiel durchzusetzen und die Stärken seiner Spieler zu nutzen, die sich der brisanten Situation, in der sie sich seit Wochen befinden, gut bewusst sind.
Das Hinspiel in Magdeburg endete mit einem torreichen 3:3, doch diesmal wünscht sich Sander einen anderen Spielverlauf: „Wir haben nicht so viel Lust auf ein großes Spektakel.“ Am Ende zählt für ihn wohl nur eines: Die Elbestädter müssen ein Tor mehr erzielen als die Kieler.
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Meister der Zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten Spielklasse Deutschlands auszuspielen.