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Alles oder nichts: Der 1. FCM und der Kampf um den Verbleib in der Liga

Magdeburg – Nach der äußerst knappen und umso schmerzlicheren späten 0:1-Niederlage gegen die SV Elversberg verschärft sich die Lage für den 1. FC Magdeburg im Tabellenkeller zunehmend. Besonders problematisch ist dies, da die direkten Konkurrenten jederzeit für Überraschungen sorgen können.

Im Tabellenmittelfeld der zweithöchsten deutschen Spielklasse trennt gerade einmal ein Abstand von vier Punkten den zwölften vom letzten Platz. Die Elbestädter sind momentan das Schlusslicht, besitzen aber mit jedem Spieltag die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft ein Stückchen Luft zu verschaffen.

Schon vor Wochen betonte Trainer Petrik Sander (65) auf einer Pressekonferenz die positiven Seiten dieser kritischen Lage: „Wie schön ist es, in einer Situation zu sein, in der man sich mit jedem Spieltag selbst aus der Gefahrenzone befreien kann.“ Dieser Satz war damals wahr und trifft auch heute noch zu. Allerdings fehlen bisher die nötigen Resultate.

In den vergangenen sieben Begegnungen kassierte das Team von Sander sechs Niederlagen – darunter auch Pleiten gegen direkte Rivalen wie Dresden und Bielefeld. Insgesamt bleiben noch neun Partien, um eine Wende herbeizuführen, doch diese Aufgabe wird alles andere als leicht.

Der FCM empfängt noch Kiel und Münster, die ebenfalls akut vom Abstieg bedroht sind. Aus Sicht Magdeburgs würde alles andere als zwei Siege gegen diese Gegner wohl den Abstieg in die dritte Liga bedeuten, denn abgesehen von Holstein Kiel und Preußen Münster rangieren die übrigen Kontrahenten derzeit im Schnitt auf Platz sieben.

Ein weiteres Problem im Abstiegskampf ist die Qualität und Stärke der direkten Konkurrenz. Es ist weiterhin völlig offen, welche zwei Mannschaften am Ende den Gang in die dritte Liga antreten müssen, und es wäre keine Überraschung, wenn diese Entscheidung erst am letzten Spieltag fällt.

Dynamo Dresden hat sich im Winter mit erstklassigen Neuzugängen deutlich verstärkt und präsentiert Woche für Woche überzeugenden Fußball. Braunschweig kam am vergangenen Wochenende gegen Paderborn nur knapp über ein 1:1 hinaus, und das von vielen bereits abgeschriebene Fürth sorgte mit einem 2:1-Auswärtssieg in Hannover für die Überraschung des Spieltags.

Der FCM will sich in dieser entscheidenden Phase keinesfalls auf das Versagen der Konkurrenten verlassen, sondern mit eigener Überzeugung und positiven Ergebnissen die Wende einleiten – ganz im Sinne von Sanders Philosophie, sich auf die eigenen Stärken zu fokussieren und das eigene Spiel durchzusetzen.

Am kommenden Freitag (18.30 Uhr/Sky) bietet sich den Blau-Weißen die Chance, diesen Umschwung einzuleiten. Dann steht in der heimischen Avnet-Arena ein Duell gegen den Aufstiegsaspiranten Darmstadt an, allerdings ohne Unterstützung der eigenen Heimkurve.