Magdeburg vs. Dynamo Dresden: Polizei bei Angriffen mit Steinen und Gullydeckel verletzt – 64 Beamte betroffen
Magdeburg – Das Ost-Derby zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg musste aufgrund von Pyrotechnik für mehrere Minuten unterbrochen werden. Auch außerhalb des Stadions und nach dem Zweitliga-Spiel kam es in der Stadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Insgesamt wurden dabei 64 Polizisten verletzt!
Die Polizeiinspektion Magdeburg berichtete von Ausschreitungen seitens der FCM-Anhänger gegen die Einsatzkräfte.
Zwei Tatverdächtige sehen sich nun jeweils einem Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs gegenüber.
Außerdem versuchten Unterstützer des 1. FC Magdeburg offenbar, in den Bereich des Gästeblocks vorzudringen. Laut dem Innenministerium von Sachsen-Anhalt erlitten dabei zahlreiche Beamte teils schwere Verletzungen – insgesamt 64 Polizeikräfte!
Die Einsatzkräfte wurden mit Pyrotechnik beschossen, mit Absperrgittern und Steinen attackiert sowie mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten beworfen. Auf im Internet kursierenden Videos ist zu sehen, wie die Randalierer die Polizei skrupellos bedrängen. Auch im Stadtgebiet von Magdeburg kam es zu vereinzelten Straftaten, darunter räuberische Erpressung und Sachbeschädigungen.
Die eingeleiteten Ermittlungen sollen diese sowie weitere Vorfälle aufklären.
Im und rund um das Stadion waren mehrere hundert Bundespolizisten im Einsatz. Die Beamten, die teilweise aus anderen Bundesländern anreisten, mussten ebenfalls vor dem Stadion in einer brenzligen Situation einschreiten.
Auch die Gewerkschaft der Polizei äußerte sich dazu und erklärte: „Fußball sollte Menschen verbinden – nicht Einsatzkräfte, Fans oder Unbeteiligte in Gefahr bringen.“
„Wer in dicht gedrängten Zuschauerblöcken Pyrotechnik zündet, Raketen und Böller in Menschenansammlungen wirft oder gar Polizeibeamte attackiert, hat das Recht verwirkt, sich Fan zu nennen. Hier handelt es sich um Straftäter.“
„Ich verurteile die gestrigen Gewaltexzesse von vermeintlichen Fußballfans des 1. FCM und die brutalen Angriffe auf Polizeikräfte aufs Schärfste“, äußerte Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (55, CDU).
„Mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten auf Polizisten einzuschlagen, ist reine Gewalt und inakzeptabel.“
Den verletzten Einsatzkräften wünschte Zieschang schnelle Genesung.
Erstmeldung um 8:18 Uhr, zuletzt aktualisiert um 13:38 Uhr