1. FC Magdeburg will trotz Erfolgsserie vor Derby gegen Dresden "bodenständig bleiben"
Von Malte Zander
Braunschweig – Die entscheidende Frage nach der Winterpause hat der 1. FC Magdeburg in Braunschweig positiv beantwortet: Können die Elbestädter ihre gute Form erhalten und die zuvor erzielte Serie fortsetzen?
Mit einem klaren 3:0-Erfolg beim direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zeigte sich der FCM über die gesamte Spielzeit dominant und hätte das Ergebnis sogar noch ausbauen können.
Dennoch bleibt man in Magdeburg vorsichtig und vermeidet übermäßigen Jubel. Sowohl Spieler als auch Trainer betonten am Freitag einstimmig, dass abgesehen vom Sieg noch keine großen Erfolge erzielt wurden.
„Wir dürfen unseren aktuellen Lauf nicht überschätzen, sondern müssen realistisch bleiben“, erklärte FCM-Toptorjäger Baris Atik (31).
Trainer Petrik Sander (65) ergänzte: „Es ist noch nicht lange her, da hatten wir erst drei Punkte auf dem Konto. Daher ist es wichtig, weiterhin mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben.“
In den zehn Spielen unter Sanders Leitung sammelte der Quedlinburger 17 Punkte – eine fast aufstiegswürdige Bilanz, wenn nicht zuvor acht Spieltage nahezu verschenkt worden wären.
Der Aufschwung des FCM lässt sich besonders gut an zwei Spielern ablesen. Zum einen steigert sich Baris Atik zunehmend und konnte in den letzten fünf Spielen sieben Scorerpunkte erzielen. Zum anderen entwickelt sich Mateusz Zukowski (24) zu einem wichtigen Partner: Der Pole erzielte in den letzten fünf Begegnungen fünf Tore und bereitete ein weiteres vor.
Der positive Trend kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, denn der Start in die Rückrunde ist geprägt von zahlreichen Begegnungen mit direkten Konkurrenten aus der Abstiegszone.
In den kommenden Wochen treffen die Blau-Weißen unter anderem auf Greuther Fürth und Arminia Bielefeld. Doch im Vordergrund steht das Ostderby am kommenden Samstag gegen Dynamo Dresden.
Zum Flutlichtspiel des 19. Spieltags empfängt der FCM den großen Rivalen vor ausverkauftem Haus. In Dresden gelang Magdeburg unter dem Vorgänger von Sander, Markus Fiedler (39), der einzige Sieg. Eine offene Rechnung gibt es also nicht, dennoch ist ein Erfolg Pflicht, um sich weiter von der Abstiegszone abzusetzen.
Bleibt Magdeburg in dieser Verfassung, stehen die Chancen auf den zweiten Derbysieg der Saison sehr gut.
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle in der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Spitzenreiter am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu sichern.