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Häufung von Muskelverletzungen? 1. FC Köln will den Ursachen auf den Grund gehen

Köln – Nach dem hart umkämpften 2:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim kommt der 1. FC Köln mit voller Wucht ins Straucheln: Gleich drei Spieler, Jan Thielmann (23), Joel Schmied (27) und Sebastian Sebulonsen (26), fallen aufgrund muskulärer Beschwerden aus. Nun will der Verein den Ursachen auf den Grund gehen.

Trainer Lukas Kwasniok (44) musste in dieser Saison bereits elf Mal auf Spieler verzichten, weil diese sich eine Muskelverletzung zugezogen hatten. Besonders seit der Winterpause hat sich die Zahl der muskulären Ausfälle beim Aufsteiger deutlich erhöht: Seit Anfang Januar waren bereits sieben Akteure betroffen.

Das ist auch Kwasniok nicht entgangen. „Wir haben eine deutliche Häufung“, erklärte der 44-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel am Freitagabend (20.30 Uhr) gegen den FC Augsburg. „Jetzt müssen wir der Sache auf den Grund gehen.“

Eine mögliche Kritik am medizinischen Team des 1. FC Köln weist er jedoch entschieden zurück. Er habe bereits bei mehreren Vereinen gearbeitet und könne deshalb sagen: „Die medizinisch-athletische Abteilung hier ist erstklassig! Es handelt sich um absolute Experten, daran gibt es keinen Zweifel.“

Stattdessen ist Kwasniok überzeugt, dass es eine Reihe von Gründen für die zahlreichen Muskelverletzungen gibt. Ein wichtiger Faktor sei unter anderem die hohe Belastung in der Bundesliga, erläutert er: „Ich denke, die Kombination aus Spielen und Training führt dazu, dass es hier und da zu Muskelproblemen kommt.“

Für das kommende Spiel in Augsburg stehen neben dem aktuellen Verletzungstrio auch Alessio Castro-Montes (28), Linton Maina (26), Timo Hübers (29) und Luca Kilian (26) nicht zur Verfügung. Zudem sind Fynn Schenten (18), der unter der Woche krankheitsbedingt fehlte, sowie Shootingstar Said El Mala (19) und Mittelfeldspieler Denis Huseinbasic (24) fraglich.

„Die Situation ist nicht ideal. Dennoch habe ich einen Spruch, den ich der Mannschaft mitgegeben habe: Schwund macht stark“, zeigt sich Kwasniok trotz der schwierigen Umstände zuversichtlich für die wichtige Partie gegen einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller.

Zudem kündigt er an, dass die beiden jungen Außenverteidiger Cenny Neumann (19) und David Fürst (18) am Freitag ihr Bundesliga-Debüt feiern könnten.

„Die Jungs verfügen über das nötige Potenzial und die körperlichen Voraussetzungen, sonst würden sie nicht bei uns trainieren. Sie sind definitiv eine Option“, betont der 44-Jährige.

Bundesliga-Tabelle

Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) muss in der Relegation antreten, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.