Stadionsprecher-Skandal: 1. FC Köln erhält empfindliche Geldbuße vom DFB
Von Felix Schröder
Frankfurt am Main – Aufgrund der kontroversen Bemerkungen seines Stadionsprechers wurde der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln zu einer Geldstrafe verurteilt.
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte gegen den Verein eine Strafe von 8000 Euro wegen unsportlichen Verhaltens, wie der Verband etwa anderthalb Wochen nach dem Spiel zwischen Köln und Borussia Dortmund (1:2) bekanntgab.
Während der Begegnung hatte der Stadionsprecher Michael Trippel die Worte „Pfui, widerlich“ ins Mikrofon gesprochen. Der 71-Jährige bezog sich dabei auf die rote Karte für FC-Spieler Jahmai Simpson-Pusey (20). Seine Äußerungen sorgten für viel Diskussionen unter Fußball-Experten und Anhängern.
Darüber hinaus verpflichtete das DFB-Gericht den Klub, „den Stadionsprecher ausdrücklich darauf hinzuweisen, künftig unsportliche Kommentare, vor allem im Zusammenhang mit Schiedsrichtern, deren Entscheidungen und anderen Beteiligten des Spiels, zu unterlassen“.
Stadionansagen sollen ausschließlich neutral und sachlich erfolgen.
Das vom DFB eingeleitete Verfahren richtete sich gegen den 1. FC Köln als Verein, nicht jedoch gegen den Sprecher persönlich. Trippel entschuldigte sich nachträglich und erhielt eine Ermahnung vonseiten der Clubführung.
Als mildernder Umstand wertete das DFB-Sportgericht, dass Kölns Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) die Äußerungen seines Mitarbeiters unmittelbar nach dem Spiel kritisiert hatte.