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Reaktionen nach dem achten Spiel ohne Sieg: Kwasniok widerspricht Aussagen eines Kölner Profis

Von Carsten Lappe

Köln – Trainer Lukas Kwasniok (44) stellt sich gegen die wachsende Unruhe beim 1. FC Köln nach mittlerweile acht Partien ohne Erfolg.

Im Anschluss an die 1:3-Niederlage (1:1) gegen den FC Bayern München widersprach Kwasniok entschieden seinem Spieler Jakub Kaminski. Dieser hatte nach der unglücklichen Pleite gesagt: „Acht Spiele ohne Sieg – die Stimmung bei uns ist momentan natürlich nicht die beste.“

Bereits beim 2:2 am vergangenen Wochenende in Heidenheim erlebte Kwasniok die Kritik direkt mit. Die Ultras zeigten ein Plakat mit der Aufschrift „Kwasni yok“. Das Wort „yok“ stammt aus dem Türkischen und bedeutet „nein“.

Der FC-Coach, der nach seinem Amtsantritt beim Aufsteiger im Sommer einen vielversprechenden Saisonstart erlebt hatte, reagierte auf diese Aktion gleichermaßen überrascht und betroffen.

Als er auf die Äußerungen von Kaminski angesprochen wurde, entgegnete Kwasniok entschieden: „Die allgemeine Stimmung bei uns ist keineswegs schlecht. So etwas wird es mit mir nicht geben. Im Leben gibt es weitaus größere Herausforderungen“, erklärte der 44-Jährige.

Mit einem Augenzwinkern ergänzte er: „Morgen wird hoffentlich wieder ein Lächeln zu sehen sein, am Freitag wird gelacht und am Samstag gewinnen wir hoffentlich.“

Dann trifft Köln auf den Tabellen-16. FSV Mainz 05. Sollte auch dieses Spiel nicht gewonnen werden, könnte die Atmosphäre endgültig kippen.

Trotz einer 1:0-Führung durch Linton Maina (41. Minute) und einer über weite Strecken überzeugenden Leistung konnte der FC gegen die Bayern keinen Punkt mitnehmen.

Serge Gnabry (45.+5), Min-jae Kim (71.) und Lennart Karl (84.) drehten das Spiel zugunsten der Münchner, die damit ihre beste Halbserie in der Vereinsgeschichte abgeschlossen haben.

Mit 17 Punkten stehen die Kölner zur Saisonhalbzeit auf Rang zwölf und haben fünf Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

1. Bundesliga Tabelle

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist wie folgt: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte auf Rang 16 erhält die Möglichkeit, in der sogenannten Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt zu kämpfen.