Skandal im deutschen Eishockey: Aufgehängtes Tier und Angriff auf Spieler
Deggendorf/Duisburg – In den Playoffs kam es zu einer heftigen Eskalation! Zwischen den Oberliga-Eishockeyteams Deggendorfer SC und Füchse Duisburg ereignete sich ein Skandal.
Die Playoffs im Eishockey sind traditionell von starken Gefühlen geprägt. Doch beim Duell zwischen dem Hauptrunden-Sieger der Oberliga Süd und den Füchsen eskalierte die Lage am Dienstagabend dramatisch.
Es handelte sich um das dritte Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Viertelfinalserie, bei der derjenige die Runde gewinnt, der zuerst drei Siege erzielt.
Im ersten Spiel ging Deggendorf als Gewinner vom Eis, das zweite Spiel konnte der Nord-Oberligist für sich entscheiden und damit Revanche nehmen.
Nach dem zweiten Spiel initiierten die Bayern Verfahren gegen zwei Duisburger Spieler, die in Sperren endeten.
„Das führte natürlich dazu, dass die Emotionen bei den Zuschauern hochkochten. Schließlich wurden wir vor Ort sogar mit einem toten Fuchs empfangen“, berichtet Füchse-Geschäftsführer Tom Södler im Interview mit TAG24.
Das Tierfell wurde anschließend am Plexiglas der Spielerbank aufgehängt. „Das trug selbstverständlich zusätzlich zur angespannten Atmosphäre bei“, erklärt Södler.
Besonders ärgerlich sei gewesen, dass der Ordnungsdienst das Fell trotz eines Hinweises lange Zeit hängen ließ.
„Die Situation spitzte sich dann zu, als zu Beginn der ersten Pause ein Spieler von uns von einem Zuschauer tätlich angegriffen wurde“, schildert Södler weiter.
Glücklicherweise blieb der Spieler unverletzt. „Unser Busfahrer griff ein, sonst wäre es schlimmer ausgegangen. Der Fan hatte ihn bereits am Hals – im wahrsten Sinne“, so Södler.
Der Deggendorfer SC bezog über soziale Netzwerke Stellung zu den Vorfällen: „Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem Vorfall, bei dem ein Fuchsfell im Stadion präsentiert wurde. Ein solches Verhalten widerspricht völlig den Grundsätzen unseres Vereins und hat im Umfeld des DSC keinen Platz.“
Auch die Angriffe auf die Gästespieler beim Verlassen des Spielfelds werde der Club „aufs Schärfste“ verurteilen. „Im Zuge dessen wurden bereits Stadionverbote ausgesprochen“, heißt es weiter.
Das Match am Dienstag entschieden die Bayern nach Verlängerung für sich. Am Freitag steht das vierte Aufeinandertreffen an, bei dem die Emotionen voraussichtlich noch weiter steigen werden.