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Red-Bull-Anhänger verspotten Eislöwen nach erneuter Niederlage: „Zweite Liga, Dresden ist mit dabei“

München – Unter der Woche zeigte sich Eislöwen-Trainer Gerry Fleming noch zuversichtlich, dass sein Team das scheinbar unmögliche Ziel des Klassenerhalts in der DEL erreichen könnte. Doch im Aufeinandertreffen mit den Red Bulls in München war davon wenig zu erkennen – 1:3 (0:1, 0:1, 1:1).

„Das Training in den vergangenen Tagen war sehr vielversprechend. Es waren einige der besten Einheiten, die ich in den letzten Jahren erlebt habe – extrem konzentriert und gut strukturiert“, erzählte der Coach.

Das mag stimmen, doch auf dem Eis präsentierten sich die Münchner gewohnt stark. Defensiv standen sie sicher, doch geistig konnten sie mit dem Gegner nicht ganz mithalten. Offensiv fehlten Kreativität und das nötige Glück vor dem Tor.

Bereits nach fünf Minuten gerieten die Eislöwen in Rückstand. Dresdens Torwart Jussi Olkinuora wehrte einen Schuss mit dem rechten Schoner ab. Vor dem Tor konnte Tariq Hammond seinen Gegenspieler Tobias Rieder nicht stoppen.

Der Nationalspieler, der erst nach einer sechs Wochen langen Verletzungspause zurückkehrte, zeigte sich dabei hellwach. Mit einer schnellen Drehung und einem Nachschuss erzielte er das Tor.

Danach versuchten die Eislöwen zwar Druck aufzubauen, blieben aber zu ungefährlich. Zur Pause mahnte der blasse Austin Ortega: „Wir müssen mehr Schüsse aufs Tor bringen und mehr Spieler vor dem Tor positionieren, um so Tore zu erzwingen.“

Seine Worte fanden kein Gehör. Im zweiten Drittel zeigte Dresden Schwächen. Als Drew LeBlanc in der 29. Minute die Scheibe im eigenen Drittel verlor, nutzten die Münchner die Chance blitzschnell – Maximilian Daubner erzielte das 0:2.

Im letzten Drittel riefen die mitgereisten Fans: „Wir wollen euch kämpfen sehen.“ Doch München blieb kalt und erhöhte durch Ville Pokka (48.) auf 3:0. Kurz zuvor hatte Dane Fox für die Eislöwen zum zweiten Mal den Pfosten getroffen.

Als Tomas Andres (51.) mit einem Abstauber verkürzte, keimte kurzzeitig Hoffnung auf. Letztlich endete die Partie jedoch in Faustkämpfen, während die Münchner Zuschauer spotteten: „Zweite Liga, Dresden ist mit dabei!“