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Bringen die Olympia-Stars Kreher und Jungk den Eislöwen heute das nötige Glück?

Dresden – Nach der deutlichen 2:7-Niederlage in Köln und dem damit besiegelten Abstieg standen Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf die Tränen nahe. Auch Kapitän Niklas Postel (27) war sichtlich frustriert. Steht den Eislöwen im heutigen Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers (Anpfiff 19.30 Uhr) erneut eine deutliche Pleite bevor – oder sorgen die Olympia-Medaillengewinner nicht nur für Glanz im Löwenrevier, sondern bringen auch das erhoffte Glück mit?

Fakt ist: Die Gäste aus Franken sind mit großem Ehrgeiz unterwegs. Nach der 1:4-Pleite gegen Iserlohn steht das Erreichen der Pre-Play-offs auf der Kippe, und bisher diente Dresden dem Tabellenzehnten oftmals als Aufbaugegner.

Bisher hatten die Eislöwen gegen die Ice Tigers keine Chance – die Ergebnisse lauteten 2:8, 1:5 und nochmal 1:5. Warum sollte es ausgerechnet am Freitag anders laufen?

Vielleicht, weil die Skeleton-Athleten Susanne Kreher (27) und Axel Jungk (34), die jeweils zweimal Silber bei den Olympischen Spielen gewonnen haben, mit ihren Medaillen in der Arena zu Gast sind? Zuvor werden sie um 17 Uhr von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (54, FDP) im Rathaus empfangen und eilen anschließend direkt zur Partie.

Beide haben in Cortina eindrucksvoll gezeigt, wie man sich schnell und geschickt auf dem Eis bewegt – mit etwas Glück könnte sich diese Erfahrung auch positiv auf die Eislöwen auswirken.

Doch was muss Trainer Gerry Flemings (58) Mannschaft anders machen als beim 2:7 in Köln? Kapitän Niklas Postel antwortete nach der Niederlage auf die Frage von MagentaSport-Kommentator Adrian von der Groeben: „Was hat dir nicht gefallen?“ Postel: „Wahrscheinlich alles. Egal, wie man so ein Spiel verliert – aber so auf keinen Fall.“

Im Angriff zu harmlos, in der Abwehr zu weit vom Gegner entfernt – die Luft ist raus, der Kader zu alt für die DEL, all das ist bekannt.

Dennoch konnte Walsdorf in Köln auch etwas Positives entdecken: „Dass uns unsere Fans so zahlreich unterstützen, ist einfach unglaublich“, sagte der Geschäftsführer. „Man darf nicht vergessen, wie oft wir in Bedrängnis gebracht wurden.“

Im vergangenen Jahr seien „einige Fehler passiert“, räumte er offen ein. „Dabei tragen Spieler wie auch wir in der Geschäftsstelle unseren Anteil daran.“

Jetzt hofft Walsdorf darauf, dass der neue DEL2-Meister aufsteigt und die Verbindung zwischen Erster und Zweiter Liga weiterhin Bestand hat: „Unser Ziel ist klar die DEL2 – nichts anderes.“