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Eislöwen sichern sich Auswärtssieg in Schwenningen und erfüllen ihr Versprechen

Villingen-Schwenningen – Während Oliver Granz am vergangenen Freitag noch geknickt war, zeigte sich der Verteidiger der Eislöwen am Sonntag mit breitem Lächeln, als er 13 Sekunden vor Spielende in Schwenningen zur Bank fuhr. Mit seinem ersten DEL-Treffer sorgte er für den endgültigen 5:2-Erfolg (1:0, 1:0, 3:2) seines Teams.

Der 28-Jährige schoss die Scheibe aus dem eigenen Drittel ins Tor der Wild Wings und setzte damit um, was er nach der enttäuschenden 3:4-Niederlage gegen Nürnberg am Freitag versprach: "Wir wollen die Fans glücklich machen, sie haben das verdient."

Der lautstarke und zahlreiche Rückhalt der Anhänger war auch in Schwenningen deutlich spürbar, wofür die Eislöwen großen Respekt zollen. "Für die verbleibenden fünf Spiele werden wir alles geben", gelobte Granz.

Das Team zeigte genau diese Einstellung und feierte den vierten Auswärtssieg sowie insgesamt den achten Erfolg in dieser Saison. Mit viel Energie ging es nach vorne. Bereits in der 10. Minute erzielte Lance Bouma im Getümmel vor Torhüter Joacim Eriksson das 1:0, das auch nach Überprüfung durch den Videobeweis bestand hatte.

Im zweiten Drittel war vor Dresdens Kasten viel Betrieb, doch die Eislöwen setzten auf schnelle Konter. Tomas Andres (29.) erhöhte auf 2:0. Trotz Überzahl tat sich Schwenningen schwer, gefährlich zu werden.

Alexander Karachun (48.) gelang zwar der Anschluss, doch Dane Fox (52.) stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Fünf Minuten vor Schluss stand es damit erneut 3:1.

Die Erinnerung an das Spiel am Freitag kam auf, zumal Jordan Szwarz (56.) für die Gastgeber nochmals verkürzte. Während die Eislöwen gegen die Tigers laut Granz "verkrampft und fehlerängstlich" spielten, zeigten sie diesmal eine andere Haltung: Sebastian Gorcik traf zum 4:2, bevor Granz den Sieg mit seinem Treffer endgültig sicherte. Endlich wieder ein Grund zum Lachen.

Dabei gestand er ehrliche Worte: "Das ist das schwierigste Jahr meiner Karriere. Der Tiefpunkt, nach dem Aufstieg so chancenlos wieder abzusteigen. Das hatten wir uns alle anders vorgestellt. Es ist für jeden von uns sehr, sehr hart."