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Klare Niederlage in Köln besiegelt den Abstieg der Eislöwen aus der DEL – „Es ist kaum in Worte zu fassen“

Köln/Dresden – Auch wenn der Spitzenreiter der DEL, Köln, nicht als Maßstab gelten kann, machten die Kölner Haie in der Lanxess Arena vor 18.600 Zuschauern den Dresdner Eislöwen beim 2:7 (0:2, 1:5, 1:0) erneut deutlich, wo die Schwächen in der Defensive liegen.

Weniger als 24 Minuten waren gespielt, als Eislöwen-Trainer Gerry Fleming nach einem Fehler seinen Torwart Jussi Olkinuora vom Eis nahm. Der Spielstand lautete zu diesem Zeitpunkt bereits 0:3. Janick Schwendener übernahm daraufhin das Tor.

Fleming hoffte auf eine bessere Reaktion seiner Mannschaft, die den Schlussmann im Stich gelassen und den Kölnern zu viel Raum geboten hatte. Doch bis zum Ende des zweiten Drittels stand es bereits 1:7. Noch Fragen? Den ersten Treffer für die Gäste erzielte Ricardo Hendreschke (33.) zum 1:4. Im letzten Abschnitt erhöhte Trevor Parkes (41.) zum Endstand von 7:2.

Die Saison der Dresdner ist damit gelaufen: Mit dieser Niederlage und dem gleichzeitigen 4:1-Erfolg von Löwen Frankfurt gegen die Fischtown Pinguins steht der Abstieg nun fest.

Umso wichtiger ist es, die richtigen Lehren für die kommende Spielzeit zu ziehen. Aus diesem Grund feierte ein 17-Jähriger im größten deutschen Eishockeystadion sein Debüt für die Eislöwen: Ivan Komirist.

Der Verteidiger gilt als großes Talent und erhält ab August einen Zweijahresvertrag an der Elbe. „Ich bin etwas nervös, freue mich aber mehr, als dass ich Angst habe“, erklärte er vor dem Spiel.

Am Ende kam er auf knapp acht Minuten Eiszeit und absolvierte zwölf Wechsel – ein logisches Ergebnis angesichts der Vielzahl der Gegentore, an denen er nicht beteiligt war.

Ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs? Zum Teil! Denn die Dresdner sind schon länger dabei, gezielt junge Talente einzukaufen, um ihre DNL-Mannschaften zu stärken. So kam 2024 ein Spieler aus dem Nachwuchs der Mannheimer Adler, ein Esslinger, in die U17 der Eislöwen.

Wahrscheinlich meinte Kapitän Niklas Postel nicht diesen Spieler, als er nach der 2:7-Pleite fassungslos ins MagentaSport-Mikrofon sprach: „Man kann nicht viel schönreden. Am meisten ärgert mich die Art und Weise, wie wir gespielt haben. So sollte es nicht laufen. Nach der Pause wollten wir unbedingt anders auftreten.“

„Es ist kaum in Worte zu fassen“, sagte Geschäftsführer Maik Walsdorf. „Man muss tief durchatmen, um nicht in Tränen auszubrechen. Es ist extrem schwer, das akzeptieren zu müssen.“