Oberkörperverletzung! So lange müssen die Eispiraten auf ihren Topscorer verzichten
Crimmitschau – Bei den Eispiraten zeigen sich Licht und Schatten oft sehr nah beieinander. Goldhelm Corey Mackin (30) dominierte zunächst die Offensive, indem er beide Tore von Tim McGauley (30) und Dylan Wruck (33) beim 2:1-Sieg (2:1, 0:0, 0:0) gegen die Ravensburg Towerstars vorbereitete. Während seine Mitspieler vor lediglich 1248 Zuschauern im eiskalten Sahnpark lautstark jubelten, verließ er bedrückt die Eisfläche.
Ein harter Check an der Bande hatte ihn außer Gefecht gesetzt. Der US-Amerikaner versuchte im letzten Spielabschnitt noch einmal zurückzukehren, musste jedoch nach kurzer Zeit auf die Bank zurückkehren. Dort drehte er seinen Oberkörper mehrfach von links nach rechts und spannte die Wirbelsäule durch. Leider half das nichts – in der entscheidenden Phase konnte der Goldhelm nicht mehr eingreifen.
„Er wird am Mittwoch untersucht, danach wissen wir genau, was los ist“, hielt sich Trainer Jussi Tuores (36) nach dem Spiel zurück.
Direkt im Anschluss wurde Mackin vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht, wie Pressesprecher Aaron Frieß gegenüber TAG24 bestätigte. Nach ersten Untersuchungen durfte er zunächst wieder nach Hause, am Mittwoch ließ er sich jedoch bei Mannschaftsarzt Dr. Hendrik Baum einem CT unterziehen. Dabei wurde eine Oberkörperverletzung diagnostiziert.
Voraussichtlich fällt Mackin für drei Wochen aus. Ein vorzeitiges Ende der Saison ist glücklicherweise nicht zu befürchten – das wäre ein herber Rückschlag.
Schon beim Ausgleichstreffer zum 1:1 zeigte er sein Können: Mit einer Pirouette leitete er die Aktion ein und spielte den Puck zu Wruck, der anschließend McGauley bediente. Solche Szenen sind einfach beeindruckend. Seine Reihe prägt maßgeblich die Offensive.
Mit 17 Toren und 31 Assists ist Mackin nicht nur zweitbester Punktesammler der DEL2 hinter Krefelds Max Newton (51 Punkte), sondern auch an fast der Hälfte aller Eispiraten-Tore direkt beteiligt.