Winter Game begeistert Eislöwen-Torwart Schwendener: „Ganz oben im persönlichen Ranking“
Dresden – Ein spektakuläres Feuerwerk bildete den krönenden Abschluss eines herausragenden Open-Air-Events. Trotz der 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen den amtierenden Meister Eisbären Berlin zeigten sich die Dresdner Eislöwen kurzzeitig enttäuscht. Dennoch war das Ost-Duell in der DEL ein voller Erfolg, wie auch Torhüter Janick Schwendener (33) bestätigte.
„Dieses Spiel nimmt in meiner Karriere einen ganz besonderen Platz ein“, erklärt der 33-Jährige. „Vor so einer großen Zuschauermenge zu spielen, ist etwas Besonderes. Ich glaube kaum, dass es ein Spiel geben wird, bei dem noch mehr Fans dabei sind. Es freut mich sehr, dass ich Teil dieses Ereignisses sein durfte. Das wird mir definitiv in Erinnerung bleiben“, sagte der gebürtige Schweizer mit strahlendem Gesicht.
Während der 60 Minuten und 14 Sekunden auf dem Eis stellte er sein Können mehrfach unter Beweis. Schwendener erhielt den Vorzug gegenüber dem finnischen Olympiasieger und Weltmeister Jussi Olkinuora (35). Mit seinen zahlreichen Paraden hielt er die Eislöwen immer wieder im Spiel. Von 30 Schüssen konnte er 27 abwehren.
„Für mich war das besonders schön, weil ich vor Saisonbeginn nicht unbedingt damit gerechnet hatte, dass ich hier zum Einsatz komme. Umso mehr habe ich das Spiel dann genossen.“ Auf die Kälte angesprochen, meinte er nur lachend: „Die Temperatur war perfekt zum Eishockeyspielen. Das fühlte sich fast so an wie damals, als ich frühmorgens in Klosters in den Bergen auf dem Eis stand.“
Schon kälter hatte er es allerdings erlebt: „In Klosters, im Freiluftstadion von St. Moritz bei minus 24 Grad.“ Im Vergleich dazu waren die jetztigen minus 10 Grad fast schon angenehm warm.
Bis 1:54 Minuten vor dem Ende führte Dresden mit 2:1, ehe Ty Ronning (28) den Ausgleich erzielte. „Das war sehr bitter. Schade, dass wir den Vorsprung so kurz vor Schluss noch abgeben mussten. Berlin hat den Sieg in der Overtime nicht unverdient geholt. Aber wir hätten definitiv mehr erreichen können“, so der Torwart.
Im Abstiegskampf hätten drei Punkte noch einmal einen entscheidenden Impuls geben können. So war es immerhin ein kleiner Schritt. 13 Partien stehen noch aus, Dresden liegt mit zwölf Punkten Rückstand auf den Vorletzten Frankfurt.
„Die Unterstützung von den Fans spüren und schätzen wir sehr. Wir geben wirklich in jedem Spiel alles, um alles herauszuholen. Wir hoffen, dass wir noch den einen oder anderen Punkt holen können“, hat Schwendener seine Zuversicht noch nicht verloren.