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Stimmungstrübung vor dem Winter Game: Nächste Niederlage für die Eislöwen

Dresden – Die Chancen der Dresdner Eislöwen auf den Verbleib in der DEL schwinden zunehmend. Anstatt eine Siegesserie zu starten, musste das Team von Trainer Gerry Fleming am Dienstagabend eine weitere Niederlage hinnehmen. Vor 4118 Zuschauern in der Joynext Arena verlor man gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 2:3 (0:0, 0:1, 2:2). Diese Pleite dämpft die Stimmung vor dem anstehenden Winter Game am Samstag erheblich.

„Ich denke, unser Team hat ein gutes Spiel gezeigt und hart gekämpft, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt. Bremerhaven hingegen schon, und das war heute der entscheidende Unterschied“, resümierte Löwen-Coach Fleming nach der Begegnung.

Für die Gäste trafen Rayan Bettahar (26. Minute), Miha Verlic (44.) sowie Christian Wejse (53.), während Andrew Yogan (51.) und Emil Johansson (58.) die Tore für Dresden erzielten.

Bereits vor Spielbeginn war die interessanteste Frage rasch geklärt: Der ehemalige Eislöwe Julius Hudacek stand für die Pinguins nicht im Tor. Sein Nachfolger in Dresden, Jussi Olkinuora, wurde im Rahmen der Rotation nicht berücksichtigt und fehlte komplett im Kader. Stattdessen hütete nach überstandener Krankheit Janick Schwendener das Tor.

Positiv war auch die Rückkehr von Verteidiger Oliver Granz, der erstmals seit seiner Handverletzung am 3. November wieder im Aufgebot stand. Eine weitere gute Nachricht vor Spielbeginn war die Niederlage der Frankfurter in Ingolstadt. Nun lag es an den Eislöwen, diese Chance zu nutzen – was jedoch nicht gelang.

Im ersten Drittel, das insgesamt recht ereignisarm verlief, sorgte eine kurze Schrecksekunde gleich zu Beginn für Aufregung: Verteidiger Emil Johansson wurde vom Puck am Ohr getroffen und verschwand sofort in der Kabine. Nach einigen Minuten konnte jedoch Entwarnung gegeben werden, und der Schwede kehrte aufs Eis zurück.

In einem Interview mit Magenta Sport bezeichnete Matthias Pischoff das erste Drittel als „ordentlich“.

Im zweiten Abschnitt fiel dann endlich der erste Treffer – allerdings zum Nachteil der Dresdner. Die Gäste erzeugten viel Verkehr vor Schwendener, dessen Sicht kurzzeitig eingeschränkt war, woraufhin Rayan Bettahar die Gelegenheit nutzte und zum 1:0 für Bremerhaven traf (26.).

Dies wirkte zumindest wie ein Weckruf für die Gastgeber, die nun mehr Druck auf das gegnerische Tor ausübten. Dennoch sabotierten sie sich oft selbst auf dem Weg zum Ziel oder brachten ihre Zuspiele nicht präzise an den Mann. Die besten Chancen vergaben Lance Bouma (37.) und Trevor Parkes (39.). Pfiffe hallten durch die Arena, als die Löwen auch ihr zweites Powerplay nicht verwerten konnten.

Auch das dritte Powerplay, von dem im letzten Drittel noch 58 Sekunden verblieben, blieb torlos. Dann erhielt Justin Braun eine unnötige erste Strafe für Dresden. Die Pinguins zeigten, wie man solche Situationen ausnutzt, und erhöhten durch Verlic auf 2:0 (44.).

Andrew Yogan brachte die Eislöwen mit dem 1:2-Anschluss wieder heran (51.), doch Christian Wejse stellte nur zwei Minuten später mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her (53.). Hoffnung keimte erneut auf, als Bremerhaven eine Strafe kassierte und Johansson in einer 6-gegen-4-Situation (Torwart bei den Eislöwen vom Eis) das 2:3 erzielte. Dennoch verteidigten die Pinguins den Vorsprung bis zum Ende und sicherten sich den Sieg.