Dresdner Eislöwen verabschieden sich mit Niederlage aus der DEL
Bremerhaven – „Wir hätten uns sicherlich gewünscht, ein paar Siege mehr zu verbuchen“, erklärte Torwart Janick Schwendener (33) nach dem vorerst letzten DEL-Auftritt seiner Dresdner Eislöwen. „Wir hatten uns das alle anders vorgestellt, doch am Ende hat es einfach nicht gereicht.“
Erstaunlich ist, dass die mitgereisten Anhänger in Bremerhaven auch nach der 1:6-Niederlage am Sonntag die Mannschaft wie schon nach dem 4:6 am Freitag gegen Frankfurt feierten. „Sie haben uns vom ersten bis zum letzten Moment unterstützt“, bedankte sich „Schwendi“ und zog respektvoll seinen Helm. Er versprach: „Wir werden die Erfahrungen dieser Saison nutzen, um in der nächsten wieder anzugreifen – egal, wo das sein wird.“
Mit 26 Punkten und lediglich acht Siegen aus 52 Spielen stand man als klarer Absteiger fest – eine ernüchternde Bilanz. Experten hatten vor der Saison davor gewarnt, dass Ex-Sportdirektor Matthias Roos (44) und Ex-Coach Niklas Sundblad (53) zu sehr auf ältere Spieler gesetzt hatten. Dies war aber auch der späten Kaderzusammenstellung geschuldet.
Auch die Fans waren sich dieser Situation bewusst. Bereits beim letzten DEL-Heimspiel blieb der Löwenkäfig deshalb von Pfiffen verschont. Stattdessen wurden das Team und Geschäftsführer Maik Walsdorf (38) gefeiert – ein ungewöhnliches Bild. Lediglich ein kritisches Plakat war zu sehen.
Am Sonntag zeigte sich Walsdorf stolz darauf, dass trotz der schwierigen Saison der Umgang mit den Fans positive war: „Keine Pfiffe, kein Hass.“ Er nahm viele Erkenntnisse mit, die in Zukunft umgesetzt werden sollen. „Sponsoren und die Stadt wollen uns auf dem Weg zurück in die DEL unterstützen“, erklärte Walsdorf.