zurück

Desaströse Vorstellung der Eislöwen! Fleming-Team unterliegt den Adler Mannheim deutlich

Dresden – sportlich haben die Dresdner Eislöwen in der DEL offensichtlich nichts verloren, was sie am Sonntag vor ausverkauftem Haus (4412 Zuschauer) eindrucksvoll demonstrierten.

Mit einer erschreckend schwachen Leistung verloren sie gegen die Adler Mannheim mit 2:6 (0:2, 0:2, 2:2). Die Tore für Mannheim erzielten Nicolas Mattinen (4. Minute), Matthias Plachta (6.), Maximilian Heim (35.), Justin Schütz (39. und 46.) sowie Marc Michaelis (46.). Die beiden Ehrentreffer für Dresden gelangen Ricardo Hendreschke (47.) und Austin Ortega (58.).

Trainer Gerry Fleming lobte nach dem Spiel vor allem seine vierte Reihe: „Ein großes Kompliment an meine vierte Linie, die heute wirklich gute Arbeit geleistet hat.“ Damit war jedoch alles Wesentliche gesagt, denn die Leistung der drei anderen Reihen war schlichtweg erschreckend.

Die rund 800 mitgereisten Fans aus Mannheim, die per Sonderzug angereist waren, hatten allen Grund zum Jubeln, während die Anhänger der Eislöwen bereits im ersten Drittel starke Nerven bewahren mussten.

Das, was die Gastgeber präsentierten, war katastrophal – obwohl der Trainer vor dem Spiel gewarnt hatte, dass Mannheim nach der Niederlage gegen Dresden im Januar diesmal mit aggressivem Forechecking agieren würde. Genau so kam es, doch die Dresdner wirkten völlig überfordert und wie gelähmt.

Unter dem Dauerdruck der Adler brachen die Eislöwen komplett zusammen und schafften es bis zur 15. Minute gerade einmal viermal, ihr Drittel zu verlassen und einen Angriff einzuleiten.

Mannheim führte bereits nach sechs Minuten mit 2:0 und hatte zahlreiche weitere Chancen.

Austin Ortega wurde durch einen Stockschlag im Gesicht verletzt und musste blutend vom Eis. Die anschließende vierminütige Überzahl sorgte für viele „Oh“- und „Ah“-Rufe sowie „Schieß doch“-Forderungen in der Arena. Die Pausensirene bedeutete für Team und Fans eine willkommene Erleichterung.

Im zweiten Drittel, in dem Ortega mit Vollvisier zurückkehrte, zeigten die Gastgeber zumindest mehr Einsatz und feuerten bis zum Stand von 0:3 mehrere Schüsse aufs gegnerische Tor ab. Dennoch blieben viele Fehler am Puck immer wieder haarsträubend. Maximilian Franzreb vereitelte die beste Möglichkeit von Andrew Yogan (29.). Danach brach das Spiel für Dresden komplett auseinander. Nach dem Gegentor zum 0:6 wechselte Fleming seinen Torhüter Janick Schwendener aus, der wirklich Mitleid erregte. Für ihn kam Jussi Olkinuora ins Tor.

Das einzig Positive des Abends: Riccardo Hendreschke erzielte sein zweites DEL-Tor und wurde dafür von den Fans mit Sprechchören gefeiert – allerdings werden diese höchstwahrscheinlich ab September wieder in der DEL2 zu hören sein.