Die Last für die Eislöwen wird immer größer: „Die gesamte Lage ist herausfordernd“
Dresden – In noch elf Begegnungen haben die Dresdner Eislöwen die Chance, das scheinbar unmögliche Ziel Klassenerhalt in der DEL zu erreichen. Nach der jüngsten Niederlage am Sonntag gegen Mannheim (2:6) zweifeln jedoch nur wenige daran, dass das Team von Trainer Gerry Fleming (58) die Wende schaffen kann.
Für die Spieler selbst bleibt jedoch kein anderer Weg, auch wenn die Last von Spiel zu Spiel wächst und die mentale Belastung enorm ist.
„Die Gesamtsituation ist wirklich schwierig. Wir waren alle schon einmal in Teams, die am Tabellenende standen – das haben wir vor zwei Jahren hier mit einigen Spielern selbst erlebt. Es ist nie eine leichte Phase, vor allem mental nicht. Dennoch denke ich, dass unsere Mannschaft zusammen mit dem Trainerstab gut damit umgeht und sich immer wieder neu motiviert und vorbereitet“, erklärt Bruno Riedl (23).
Er gehörte in der vierten Reihe neben Ricardo Hendreschke, Connor Korte (beide 22) und Sebastian Gorcik (30) zu den wenigen, die von der Kritik des Trainers nach dem Spiel nicht betroffen waren. Dieser hatte sein Team vor dem aggressiven Spiel der Adler gewarnt, doch offenbar wurde seine Ansprache nur von genau diesen Spielern angenommen.
„Wir haben uns gegenseitig nicht unterstützt, viele Zweikämpfe verloren, Chancen ungenutzt gelassen und waren nicht schnell genug“, zog der Kanadier eine lange Liste von Mängeln. Für die vierte Reihe gab es dagegen ein Lob: „Sie haben heute wirklich hervorragende Arbeit geleistet.“
Am Freitag steht das vorerst letzte Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters an, bevor die Eislöwen dreimal in Folge auswärts antreten müssen.
„Es handelt sich hierbei nicht um ein Team aus den Top 3 oder Top 4 der Liga, sondern um eine Mannschaft, die wir eigentlich schon vor Saisonbeginn hinter uns lassen wollten. Natürlich ist da eine zusätzliche Motivation vorhanden, um zu zeigen, dass wir gegen sie bestehen und die drei Punkte holen können“, gibt Riedl einen Ausblick.
Gegen den Drittletzten der Tabelle ist das auch dringend notwendig, wenn die letzte Hoffnung auf den Verbleib in der Liga noch nicht ganz erlöschen soll.