Transfercoup für die Eislöwen! Bereitet Dresden etwa den Aufstieg in die DEL vor?
Dresden – Ein echter Transfer-Hammer ist den Eislöwen gelungen! Mit den kanadischen Zwillingsbrüdern Tylor und Tyson Spink (33) verpflichteten sie zwei herausragende Stürmer von DEL-Konkurrent Schwenningen. Bedeutet das, dass Dresden sportlich den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse anstrebt?
Mit den beiden 33-Jährigen holen sie sich jedenfalls zwei erfahrene Torjäger ins Team, die weiterhin genau wissen, wie man das Spielgerät im Netz unterbringt.
Flügelspieler Tyson erzielte in der abgelaufenen Saison 20 Tore und bereitete 16 weitere Treffer in 55 Spielen vor. Sein Bruder Tylor, der als Center agiert, brachte es auf 23 Torvorlagen und schoss selbst 11 Tore bei 57 Einsätzen. Besonders für einen Mittelstürmer ist die Plus-Minus-Bilanz interessant: plus vier zuletzt und sogar plus sieben in der vorangegangenen Saison.
Die Zwillinge gelten eigentlich als DEL-Spieler und sind bei Teams wie Augsburg oder Frankfurt oft in der zweiten oder dritten Angriffsreihe gefragt. Nun der Wechsel nach Dresden – scheinbar eine Liga darunter?
„Dresden hat sich in den letzten Jahren spürbar weiterentwickelt. Für uns war schnell klar, dass hier viel Leidenschaft und Ehrgeiz herrscht“, erklärt Tylor. „Genau in so einem Umfeld möchten wir spielen und unseren Beitrag leisten, um gemeinsam Erfolge zu feiern.“
Sein Bruder ergänzt: „Für uns ist es etwas Besonderes, weiterhin gemeinsam auf dem Eis zu stehen und Teil eines ambitionierten Vereins zu werden.“
Eislöwen-Sportdirektor Jens Baxmann (41) zeigte sich begeistert, dass der Transfer geklappt hat und die Nachricht zuvor nicht als Gerücht durchsickerte.
„Mit Tylor und Tyson ist es uns gelungen, zwei absolute Leistungsträger zu verpflichten“, freut sich Baxmann. „Sie bringen nicht nur viel Torgefahr und Spielwitz mit, sondern überzeugen auch durch Mentalität und Erfahrung. Sportlich und menschlich sind sie eine große Bereicherung für unsere Mannschaft. Das ist ein starkes Zeichen für unseren Standort.“
Auch für den Ruf des Clubs könnte das entscheidend sein. Sollte Dresden tatsächlich in der DEL2 antreten, könnte ein weiterer Beweggrund für die Verpflichtung der Zwillinge die Einbürgerung sein.
Die Eislöwen pflegen gute Beziehungen zur Ausländerbehörde und haben bereits mehreren Spielern zu einem deutschen Pass verholfen. Nach sechs Jahren in Schwenningen hätten die Brüder gute Chancen darauf ...