Frust bei den Fans und Feierlaune bei den Eislöwen
Dresden – „Wir haben keine Unterstützer“, klagten einige Anhänger der Eislöwen gegenüber den Schiedsrichtern Christopher Schadewaldt und Zsombor Palkövi. „Schieber“ riefen andere lautstark. Dennoch meinte Dresdens Trainer Gerry Fleming nach der 3:5-Niederlage (0:3, 0:2, 3:0) gegen die Straubing Tigers im heimischen Stadion, dass das Ergebnis nicht an den Unparteiischen lag.
Die häufigen Strafzeiten seiner Spieler in den ersten beiden Spielabschnitten erklärte Fleming nicht mit Fehlentscheidungen der Schiedsrichter, sondern machte die Dresdner selbst verantwortlich. Besonders hitzig wurde es kurz vor der ersten Pause, in der 19. Minute.
Connor Korte musste für zwei Minuten auf die Strafbank, da er mit seinem Stock das Gesicht eines Gegenspielers getroffen hatte.
Die Eislöwen-Fans empfanden diese Entscheidung als ungerecht, zumal zuvor Tomas Andres bereits auf der Bank saß und Elis Hede in der 18. Minute die Überzahlsituation zum 0:3 aus Sicht Dresdens nutzte.
Die emotionalen Reaktionen auf den Rängen sind ein Grund, warum die Arena mit 4.576 Zuschauern ausverkauft war. Große Erfolge feiern die Fans zwar selten, doch die Spiele in der DEL bleiben bis zum Ende spannend.
Auch am Sonntag zeigten die Gastgeber mit einem Rückstand von 0:5 noch Kampfgeist. Sebastian Gorcik (42. Minute), Ricardo Hendreschke (47.) und Trevor Parkes (59.) sorgten mit ihren Treffern für ausgelassene Stimmung im Löwenkäfig. Die Fans sangen dabei kräftig: „Unser ESC wird niemals untergehen!“
Ein Abstieg in die DEL2 steht jedoch bevor. Dort erwartet die Eispiraten in den Pre-Play-offs ein Duell unter sächsischen Rivalen: Als Tabellenzehnter treffen sie auf die Siebtplatzierten Lausitzer Füchse. Die „Best-of-three“-Serie startet am 11. März.