Vertragsende in Sicht: Eislöwen-Eigengewächs Hendreschke blickt auf seine Zukunft
Dresden – Selbst als die Eislöwen am Sonntagabend im Heimspiel gegen Straubing mit 0:5 zurücklagen, zeigte sich Ricardo Hendreschke (23) kämpferisch: Im eigenen Drittel eroberte er die Scheibe, setzte zum Vorstoß an, setzte die Gegner in deren Zone unter Druck und wurde für seinen Einsatz bei der letztlich 3:5-Niederlage mit einem Tor belohnt. Der 23-Jährige fällt auf – und möglicherweise auch bei anderen Clubs?
Fakt ist: Der Vertrag des Eigengewächses endet im April. In seiner DEL-Debütsaison absolvierte er 45 Spiele, erzielte vier Tore und bereitete zwei weitere vor. Seine Plus-Minus-Bilanz von minus 12 zählt zu den besseren innerhalb der Eislöwen-Mannschaft.
Man könnte meinen, der Stürmer kommt selten zum Einsatz – doch das stimmt nicht! Hendreschke stand bereits 491 Mal auf dem Eis und spielte zuletzt gegen Straubing über 17 Minuten, wobei er zu den Aktivposten gehörte.
Warum zeigt er gerade nach einem Rückstand von 0:5 keine Resignation? „Aufgeben darf man nicht, wir sind Profis und werden für unsere Leistung bezahlt“, erklärt Hendreschke. „Keiner legt die Füße hoch, auch wenn es 0:8 steht. Das ist für uns selbstverständlich.“ Genau diese Einstellung und der Ehrgeiz machen den jungen Spieler so interessant.
Wohin seine sportliche Reise führt – ob er in Dresden bleibt oder ob bereits Anfragen von anderen Vereinen vorliegen – dazu hält sich der Linksschütze bedeckt: „Dazu werde ich nichts sagen.“ Auf die Frage, ob er einen Plan für die Zukunft habe, antwortet er jedoch klar: „Ja.“ Über seine Ziele spricht Hendreschke offen: „Ich möchte mich weiter verbessern und das Beste aus mir herausholen. Dafür werde ich generell an mir arbeiten.“
Dieser Anspruch begleitete ihn bereits im vergangenen Jahr, als er seinen Vertrag bei den Eislöwen verlängerte und mit dem Team in die DEL aufstieg. Wie beurteilt er seine erste Saison in der höchsten deutschen Spielklasse? „Ich komme schon gut zurecht und bin bis zu einem gewissen Grad zufrieden.“