Begeisterung rund um das Winter Game in Dresden! Selbst die eisigen Temperaturen konnten die Spieler nicht abschrecken
Dresden – „Was für ein großartiges Event!“ – Trainer Gerry Fleming (58) zeigte sich beeindruckt vom DEL Winter Game zwischen seinen Dresdner Eislöwen und den Eisbären Berlin (2:3 nach Verlängerung). Diese Meinung teilten auch alle anderen. Das Erlebnis vor 32.248 Fans wurde durch nichts getrübt – nicht einmal durch die beißende Kälte.
Ice, Ice, Baby! Das Wetter war wirklich frostig. Zwar zählt Eishockey zu den Wintersportarten, doch an keinem anderen Ort war es kälter als am Samstagabend im Rudolf-Harbig-Stadion. Als die Spieler nach Spielende zurück in die Kabinen gingen, zeigte das Thermometer eisige minus 10 Grad an – fast wie im Gefrierschrank.
„Die Spieler waren ja ständig in Bewegung. Wir Trainer haben da schon gefroren“, sagte Serge Aubin (50), Coach der Eisbären, mit einem Schmunzeln. Fleming nickte zustimmend und antwortete schlicht: „Yes.“
War die Kälte für die Athleten wirklich kein Problem? „Ja, es war wirklich extrem kalt. Dennoch habe ich keine zusätzliche Kleidungsschicht getragen und wie gewohnt gespielt“, berichtete Eisbär Frederik „Freddy“ Tiffels (30) zu seiner Ausrüstung.
„Ich war ständig im Spielrhythmus. Wie es für die anderen war, die längere Pausen hatten, kann ich nicht sagen. Aber ich glaube nicht, dass sie gefroren haben“, fügte der Vize-Weltmeister von 2023 hinzu.
Fleming merkte an: „Für die Torhüter war die Kälte sicher ein kleines Problem, weil sie nicht ständig im Einsatz waren und so leichter auskühlen konnten.“
Vor allem zu Beginn war es jedoch die Umstellung von der warmen Halle an die frische Luft, die für eine kurze Eingewöhnungszeit sorgte. „Das ist schon eine Umstellung. Es hat ein paar Minuten gedauert, bis wir alle richtig drin waren“, erklärte Eisbär Jonas Müller, der bei den Olympischen Winterspielen 2018 mit Deutschland die Silbermedaille gewann.
Abgesehen davon zeigte sich der 30-Jährige begeistert: „32.000 Zuschauer – das war der Wahnsinn. Die Stimmung war grandios, die Fans haben alles gegeben, das war wirklich etwas Besonderes. Eine coole Sache – im wahrsten Sinne des Wortes.“
Fleming genoss das Spiel ebenfalls, auch wenn es gegen den amtierenden deutschen Meister nur einen Punkt gab, statt der erhofften drei. „Das war ein Highlight für Spieler, Trainer, Betreuer und die Familien. Ich bin stolz, Teil der Eislöwen-Familie zu sein. Was hier auf die Beine gestellt wurde, war großartig. Das kann ich nur loben und mich dafür bedanken“, sagte der Kanadier.
Sein Landsmann Aubin saß neben ihm, nickte zustimmend und meinte: „Yes.“