DEL Winter Game: Die Highlights und Kosten des Eishockey-Events des Jahres in Dresden
Dresden – Am kommenden Samstag richtet sich die gesamte Aufmerksamkeit des Eishockey-Deutschland auf das Rudolf-Harbig-Stadion, wenn das DEL Winter Game 2026 zwischen den Eislöwen Dresden und den Eisbären Berlin (Anpfiff 17 Uhr) stattfindet.
„Wir sind unglaublich stolz, dieses Spiel ausrichten zu dürfen. Ein großer Wunsch wird Wirklichkeit, es ist ein echtes Highlight. Bis zum Spielbeginn steht die Rivalität nicht im Vordergrund. Wir erleben coole Aktionen wie etwa einen gemeinsamen Sponsorenabend“, unterstreicht Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf (38) die guten Beziehungen zu den Berlinern.
32.000 Zuschauer werden ein perfekt vorbereiteten Stadion erleben, wobei der Aufwand dahinter enorm war und viel Geld kostete. Für das erste Heimspiel gegen die Eisbären zahlt die Eislöwen Event GmbH rund 800.000 Euro.
Mit rund 250.000 Euro fällt der größte Kostenposten auf die Dienstleistungen der Firma „AST Eis- und Solartechnik“ mit Sitz in Höfen/Tirol, Österreich. Bei diesem Anbieter erwarben die Eislöwen ein umfassendes Paket, das den Aufbau, Umbau und Abbau der Eisfläche sowie der Banden, Rohre, Kabel, Kühl- und Eismaschinen beinhaltet.
Ein besonderes Highlight stellt dabei eine spezielle Flexbande dar, die eine uneingeschränkte Sicht auf das Eis ermöglicht. Zusammen mit Miete und baulichen Maßnahmen steigen die Kosten auf 450.000 Euro.
Am 19. Dezember übernahmen die Eislöwen das Stadion unmittelbar nach dem Adventskonzert. „Es war eine äußerst intensive Phase, in der wir sämtliche Herausforderungen und Eventualitäten lösen und berücksichtigen konnten“, berichtet Walsdorf.
Seitdem wurde der Rasen entfernt, der Untergrund geebnet und das Eis vorbereitet. Zudem wurden umfangreiche Licht- und Tontechnik installiert. Da die Dienstleister auch an den Feiertagen bis hin zu Silvester arbeiteten, kamen zusätzliche Zuschläge hinzu.
Insgesamt wurden rund 15 LKW-Ladungen Material angeliefert, darunter 1200 Quadratmeter Aluminium-Paneele, 5000 Quadratmeter Teppichboden und 500 Quadratmeter besonders widerstandsfähiger Belag für die Schlittschuhläufer. Außerdem kommen 100 Quadratmeter LED-Wände und 322 Meter LED-Banden zum Einsatz. Am Spieltag werden über 1000 Mitarbeiter und Helfer im Einsatz sein.
Zu den Ausgaben zählt auch eine Lizenzgebühr, die an die DEL zu entrichten ist. Dennoch rechnen die Eislöwen mit einem sechsstelligen Gewinn aus dem Event. „Die Einnahmen stammen aus Ticketverkäufen, Sponsoring sowie Merchandise. Außerdem profitieren wir vom Catering, wenn auch in deutlich geringerem Umfang als in der Arena“, erläutert Eva Wagner (36), Geschäftsführerin der Dienstleisterin „Die Sportwerk GmbH“, die das Event zusammen mit Walsdorf und ihren Teams organisiert.
Alle hoffen, dass das Mega-Spiel nicht nur sportlich ein voller Erfolg wird.