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DEL-Aufstieg der Dresdner Eislöwen wohl endgültig gescheitert – Lizenz geht an Krefeld

Dresden/Krefeld – Ist der Traum der Dresdner Eislöwen vom Verbleib in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) endgültig ausgeträumt? Am Mittwoch erhielt der sportliche Aufsteiger, die Krefeld Pinguine, offiziell die Lizenz für die höchste deutsche Spielklasse, was die Chancen der Sachsen auf den Klassenerhalt trotz Abstieg auf ein Minimum reduziert.

Sportlich stand der Abstieg der Eislöwen bereits im März nach ihrer Debütsaison in der DEL fest. Dennoch gab es noch Hoffnungen, da die Krefeld Pinguine in finanziellen Schwierigkeiten steckten. Lange war ungewiss, ob der Meister der DEL2 überhaupt eine Lizenz für die DEL beantragen und letztlich bekommen würde.

Mittwoch traf nun die positive Lizenzentscheidung ein. „Die Krefeld Pinguine haben für die Saison 2026/27 die Lizenz der Deutschen Eishockey Liga erhalten. Dies ist das Ergebnis der Lizenzprüfung des sportlichen Aufsteigers aus der DEL2. Damit kehrt der deutsche Meister von 2003 zurück in die PENNY DEL, aus der er 2022 abgestiegen war“, meldete die DEL.

„Mit dieser Entscheidung entsteht mehr Planungssicherheit, auch wenn die Lizenzierungsprozesse in der PENNY DEL und DEL2 noch nicht abgeschlossen sind“, erklärte Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf (38) auf Anfrage von TAG24. Er ergänzte:

„Unabhängig davon habe ich stets vertreten, dass der DEL2-Meister auch in der PENNY DEL spielen sollte. Wer über eine komplette Saison sportlich überzeugt und die finanziellen Voraussetzungen erfüllt, hat den Aufstieg verdient. Das ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs und die Attraktivität unseres Sports.“

Für die Eislöwen besteht dennoch eine Restchance, denn bislang wurde die Lizenz nur an Krefeld vergeben. „Die Überprüfung der anderen Clubs ist noch im Gange – die Ergebnisse sowie der Spielplan für die Saison 2026/27 werden voraussichtlich Ende Juni veröffentlicht“, teilte die Liga mit.

Krefeld musste die Lizenzunterlagen bereits am 17. Mai einreichen, da lange unklar war, ob der Klub die geforderte Bürgschaft von 1,4 Millionen Euro stellen kann und ob weitere Auflagen folgen.

„Die Vergabe der DEL-Lizenz ist für uns ein großer Moment und das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung vieler Beteiligter“, erklärte Geschäftsführer Peer Schopp (58).

Nach eingehender Prüfung aller Dokumente gab die DEL grünes Licht, sodass das Team von Trainer Thomas Popiesch (60) in der kommenden Saison wieder in der höchsten deutschen Eishockeyliga antritt.

Wenn auch alle anderen 13 Vereine ihre Lizenz erhalten, wird man in Dresden zwar etwas enttäuscht, aber nicht verärgert sein. Der Klub hält sich zwar bei der Kaderplanung noch einige Optionen offen, doch das klare Ziel besteht darin, eine konkurrenzfähige Mannschaft für die DEL2 zu formen, die den direkten Wiederaufstieg anstrebt.

Das bekräftigte Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf gegenüber TAG24: „In den vergangenen Wochen haben wir uns ohnehin auf unsere eigenen Aufgaben fokussiert und werden das auch weiterhin tun. Unser Hauptziel ist es, die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft der Dresdner Eislöwen zu schaffen. Eines steht fest: Wir wollen zurück in die PENNY DEL.“