Mit Biss aus der DEL verabschiedet: Eislöwen verlieren erneut, unterhalten aber großartig
Dresden – Zu Beginn noch planlos, später mutig, effektiv und kämpferisch, doch am Ende mit 2:5 (1:2, 1:1, 0:2) unterlegen: Die Eislöwen zeigen beim letzten Spiel in der DEL wieder ihre unterhaltsame Seite. Gegen den amtierenden Meister Berlin versteckten sich Dane Fox & Co. keineswegs.
Zu Beginn durften sich die Eisbären mühelos durch die Reihen der Eislöwen bewegen, ähnlich wie Mikaela Shiffrin im Ski Alpin. Ein treffendes Beispiel dafür war das frühe 0:1 durch Ty Ronning (2.). Lester Lancaster erhöhte in der 11. Minute. Doch dann erwachte die Reihe um Fox. Kurz vor der Pause erzielte Sebastian Gorcik (20.) den Anschlusstreffer zum 1:2. Eislöwen-Spieler Ricardo Hendreschke kommentierte: „Das erste Drittel lief bei uns schleppend.“
Im zweiten Abschnitt zeigten sie sich verbessert. Zwar traf Kai Wissmann (26.) zunächst für Berlin, doch die Fox-Linie war in Topform. In der 35. Minute begann Gorcik den Angriff, passte zu Fox, der zurücklegte – Gorcik fand dann den freistehenden Tomas Andres, der zum 2:3 einschoss. Eine starke Aktion!
Kurz vor der zweiten Drittelpause kam es zu einem hitzigen Wortgefecht zwischen Berlins Korbinian Geibel und Dresdens Matthias Pischoff. Plötzlich flogen Handschuhe und Schläger, und die beiden gerieten in einen Faustkampf.
Zu Beginn des Schlussdrittels hatte Gorcik (43.) bei einem Konter die Gelegenheit zum Ausgleich zum 3:3, vergab jedoch. Stattdessen traf Andreas Eder nach einem Gegenstoß für Berlin. Ob sein verstorbener Bruder Tobi, der heute 28 Jahre alt geworden wäre, dabei seine Hand mit im Spiel hatte?
Im Berliner Drittel landete die Scheibe nach einem Pass der Eislöwen glücklich an einem Schlittschuh und rutschte von dort zum Torschützen. Jonas Müller (49.) nutzte die Situation und stellte auf 2:5 – dabei zeigte er mit dem Finger gen Himmel, als wolle er sich bedanken.