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Interessanter Zufall: DEB-Trainer erfährt vom TV-Sender, ob Ex-Kapitän Müller bei der WM dabei ist

Von Carsten Lappe

Köln – Der Bundestrainer im Eishockey, Harold Kreis (67), muss auf ungewöhnliche Weise eine weitere Absage für die bevorstehende Weltmeisterschaft verkraften. Anstatt selbst als Spieler bei der WM, die in einer Woche in der Schweiz startet, anzutreten, wird der langjährige Kapitän des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Moritz Müller, als Experte für MagentaSport tätig sein.

Der 39-Jährige wird gemeinsam mit den Kommentatoren Basti Schwele, Rick Goldmann und Patrick Ehelechner sowie Moderator Sascha Bandermann live von den WM-Partien in Zürich und Fribourg berichten.

„Für mich stand fest, dass ich bei dieser WM in der Schweiz nicht mitspielen werde. Die familiären Umstände lassen es in diesem Jahr nicht zu“, erklärte Müller, der sich über einen möglichen Rücktritt vom aktiven Sport noch nicht geäußert hat.

Sein Vertrag bei den Kölner Haien ist ausgelaufen, derzeit finden offizielle Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung statt.

Nachdem Müller vor einigen Wochen mit Bundestrainer Kreis über eine mögliche Teilnahme an der WM gesprochen hatte, wartete der DEB auf seine endgültige Entscheidung.

Diese wurde schließlich über eine Mitteilung von MagentaSport bekanntgegeben, das alle deutschen WM-Spiele live sendet.

„Nach so vielen Jahren als Kapitän sehe ich meine Rolle als Experte bei MagentaSport als anspruchsvolle Aufgabe. Ich bin niemand, der mit flachen Sprüchen aufwartet, sondern werde meine Analysen und Bewertungen stets ehrlich und authentisch gestalten“, sagte Müller, der im Februar noch Teil des DEB-Teams bei den Olympischen Winterspielen war.

Vor Olympia hatte Bundestrainer Kreis gemeinsam mit DEB-Sportchef Christian Künast die NHL-Profis Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider ins Team berufen und Müller von der Kapitänsrolle entbunden. Nach dem enttäuschenden Turnier bezeichnete Künast diese Entscheidung als Fehler.

Müller hatte während und nach den Winterspielen die Spielweise und das Auftreten der deutschen Mannschaft kritisch bewertet. Bereits vor der Olympia-Enttäuschung hatten die NHL-Stars Draisaitl, Stützle und JJ Peterka wegen Verletzungen abgesagt.