Bebendorf brachte das Stadion zum Beben! Deutsche Spitzenathleten glänzen beim Goldenen Oval
Dresden – Gegen 17:20 Uhr am Sonntag erhob sich ein Großteil der offiziell 10.000 Zuschauer im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion und spendete Karl Bebendorf stehenden Applaus, als er die letzte Runde des 2000-Meter-Hindernislaufs absolvierte. Die Atmosphäre beim Goldenen Oval war elektrisierend, und der Lokalmatador sicherte sich den Sieg in 5:18,29 Minuten ...
Mit diesem Erfolg setzte der 30-Jährige erneut ein deutliches Ausrufezeichen. Zum einen, weil seine Zeit auf der kürzeren Distanz die beste Jahresleistung weltweit für 3000-Meter-Hindernisläufer darstellt. Zum anderen festigte er damit seinen Kultstatus in seiner Heimstätte.
„Vier Hindernisrennen, viermal gewonnen“, bilanzierte Bebendorf. „Umso schöner, dass das nach einer intensiven Trainingsphase so gut geklappt hat. Ich habe tief im Inneren gespürt, dass es heute passt.“
Könnte das Stadion nicht bald seinen Namen tragen? „Das ist mein großes Ziel“, gibt der EM-Dritte von 2024 zu. „Allerdings habe ich bisher noch niemanden gefunden, der das ermöglicht. Ich arbeite daran.“
Die Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls hoch, dass es nicht das letzte Goldene Oval mit internationalem Silberstatus war.
„Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat alles richtig gemacht“, lobt Dresdens Sportbürgermeister Jan Donhauser. „Top-Athleten, eine einstündige Live-Übertragung im ZDF – aus diesem Grund habe ich entschieden, dass der DLV die Veranstaltung auch in den kommenden zwei Jahren ausrichten soll.“
Ein Antrag für die knapp 350.000 Euro städtischen Zuschusses soll den Stadträten „nächste Woche“ vorgelegt werden.
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Ganz im Sinne des Leipzigers Robert Farken zeigte sich dieser zufrieden. Über 1000 Meter belegte er mit 2:17,17 Minuten den zweiten Platz, haderte kurz mit der Zeit, lobte das Meeting jedoch in höchsten Tönen: „Es ist sehr professionell. Es fehlt an nichts. Der Ablauf ist auf Diamond-League-Niveau. Ich hoffe, ich darf bald wiederkommen.“
Auch Rebekka Haase zeigte sich erfreut. Im 100-Meter-Halbfinale erzielte sie 11,22 Sekunden. „Das nehme ich so mit“, lachte die Chemnitzerin. Zumal ihre Rückreise aus dem Trainingslager in Florida „sehr mühsam“ war. Aufgrund einer Flugstornierung dauerte der Trip 46 Stunden, was natürlich Spuren hinterließ.
Auch die Olympiasiegerinnen lieferten ab: Weitsprungstar Malaika Mihambo (Mainz) sicherte sich den Sieg mit 6,87 Metern, und die Kugelstoßerin Yemisi Mabry erreichte mit 19,21 Metern ebenfalls eine starke Leistung.