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Liebscher-Lucz ist nach Weltcup-Auftakt unzufrieden und sieht Verbesserungsbedarf

Szeged (Ungarn) – Mit gemischten Gefühlen kehrte Tom Liebscher-Lucz (32) aus dem ungarischen Szeged zurück, wo der Weltcup begonnen hatte. Bereits am Freitag lief es für den Dresdner Olympiasieger unglücklich, und diese Entwicklung setzte sich bis zu seinem letzten Rennen fort.

Besonders störte ihn, dass eine kleine Anekdote aus der Toilette mehr Aufmerksamkeit erhielt als sein sportlicher Auftritt. Vor dem Vorlauf am Freitag war der 32-Jährige kurzzeitig auf der Toilette eingeschlossen, weshalb die Rennbesprechung eine kurze Verzögerung erlitt – mehr war es nicht.

„Unser Rennen und die Medaillengewinne des gesamten Teams fanden kaum Beachtung“, ärgerte sich der Kanute.

Im Vierer über 500 Meter verpassten die Olympiasieger knapp das Podest. Im Finale am Samstag entschied letztlich die Bootsnase über die Platzierung. „Der fünfte Rang entspricht nicht unseren Erwartungen“, zeigte sich Liebscher-Lucz enttäuscht. „Wir haben zwar die WM-Qualifikation erreicht, aber einfach teilnehmen wollen wir nicht.“

Auch sein Einzelrennen über dieselbe Distanz brachte ihm noch Aufgaben ein. „Im Zwischenlauf lief ich eine hervorragende Zeit, doch leider setzte ich den Sprint zum Ziel zu früh an.“

Dadurch fehlten ihm nur 0,07 Sekunden, um sich für das A-Finale am Vortag zu qualifizieren. Im B-Finale unterlief dem Dresdner dann sogar zweimal ein Fehlstart, was zur Disqualifikation führte. „Das ist ganz klar mein Fehler und darf nicht passieren“, gab Liebscher-Lucz zu.