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Wird der Diskus die 70-Meter-Marke knacken? Goldenes Oval lockt mit erstklassigem Teilnehmerfeld

Dresden – Zwar ist das Heinz-Steyer-Stadion in Dresden nicht mit der Segelwiese im US-amerikanischen Ramona vergleichbar, dennoch verspricht das Starterfeld der Diskuswerfer beim Goldenen Oval am 31. Mai spannende Wettkämpfe und beachtliche Weiten.

Mit dabei ist Matthew Denny (29), der Vorjahressieger, der zudem Olympia-Bronze gewann und aktuell zu den weltweit Besten zählt – er belegt derzeit Rang vier. In Ramona erreichte der Australier 2025 beeindruckende 74,78 Meter, in diesem Jahr gewann er bereits mit 74,04 Metern.

Der Chemnitzer Steven Richter (23) verpasste den Sieg nur knapp: Mit vier Zentimetern Abstand konnte er Denny nicht von der Spitze verdrängen.

"Matthew ist ein angenehmer Zeitgenosse, wir verstehen uns sehr gut. Ich freue mich, dass er in Dresden antritt, denn das Meeting ist klasse und die Stadt wunderschön", sagt Richter. "Als Sachse setze ich auf den Heimvorteil. Viele meiner Freunde und Verwandten kommen extra hierher, um dieses besondere Event nicht zu verpassen."

Für beide Favoriten gibt es starke Konkurrenz. Mit den Landesrekordhaltern Lawrence Okoye (Großbritannien; 71,88 Meter) und dem WM-Dritten Alex Rose (Samoa; 71,48 Meter) wollen zwei weitere Athleten, die bereits über 70 Meter geworfen haben, mitmischen.

Vom Deutschen Leichtathletik-Verband treten Mika Sosna (22, Bergedorf), EM-Fünfter Henrik Janssen (27, Magdeburg) sowie U23-Europameister Marius Karges (23, Frankfurt) an, um die zwei Kilogramm schwere Scheibe über die 70-Meter-Marke zu befördern. Im Vorjahr sicherte sich Denny den Sieg mit 67,97 Metern. Nun bleibt abzuwarten, wie weit der Diskus diesmal fliegen wird und ob die Windbedingungen günstig sind.