Dresdnerin strebt bei der EM nach Medaille im Vierer: „Ich verfolge meine Ziele mit voller Hingabe“
Dresden – Vor rund einem Jahr sicherte sich Nele Reinwardt (19) bei der Junioren-Weltmeisterschaft über 1000 Meter im Einer die Goldmedaille. Im Anschluss wurde sie zur Eliteschülerin des Jahres ausgezeichnet, und offensichtlich kennt die Dresdnerin kaum Grenzen.
Eigentlich hatte sie geplant, erst 2026 in der U23-Kategorie zu starten, doch ihre Stärke und Schnelligkeit führten dazu, dass sie direkt in den deutschen Damen-Vierer aufgenommen wurde.
Anfang Mai erreichte Reinwardt mit dem Vierer beim Weltcup in Brandenburg den dritten Platz. Nun haben sie und ihre Teamkolleginnen Mitte Juni in Montemor-o-Velho, Portugal, die Chance, bei der EM um die Goldmedaille zu kämpfen.
„Unser Ziel ist stets, eine Medaille zu holen. Es wäre großartig, wenn wir erneut ganz vorne mitmischen könnten“, erklärte Nele während eines festlichen Abends im Schloss Albrechtsberg.
Am Dienstagabend wurde sie von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (54) mit dem Sonderpreis der Stadt für herausragende Leistungen im Nachwuchsbereich geehrt. Zusätzlich erhielt sie ein Sportstipendium über 500 Euro monatlich für das Jahr 2026. Bei Reinwardt läuft es also nicht nur sportlich bestens.
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In den vergangenen Wochen hat sie außerdem ihre Abiturprüfungen erfolgreich gemeistert. „Ich bin erleichtert, dass ich es geschafft habe. Am Freitag bekomme ich die Ergebnisse – ich rechne mit einer Durchschnittsnote zwischen 1,4 und 1,6. Trotz meiner Fehlzeiten bin ich zufrieden.“ Bleibt die Frage: Ist die junge Athletin eine Streberin?
„Nein, ich verfolge meine Ziele mit voller Hingabe. Ich setze mir hohe Ansprüche, um mir meinen Traum von den Olympischen Spielen erfüllen zu können.“
Die harte Arbeit zahlt sich aus, denn der große Erfolg soll bei der Weltmeisterschaft Ende August in Posen folgen.
Bis dahin hat der junge deutsche Vierer noch Zeit, an Technik und Teamzusammenhalt zu feilen, um dann im Kampf um den Titel ein gewichtiges Wort mitsprechen zu können.