Dynamo und die Eislöwen unterlegen: Das sind Dresdens Sportler des Jahres
Dresden – Die sächsische Landeshauptstadt sowie ihre Athletinnen und Athleten blicken auf zahlreiche bedeutende Sportereignisse aus den Jahren 2025 und 2026 zurück. Einige von ihnen befinden sich aktuell wieder im Einsatz bei Wettkämpfen, weshalb nicht alle ihre Auszeichnung persönlich entgegennehmen konnten. Dennoch beeinträchtigte dies die Atmosphäre bei der Dresdner Sportgala kaum. Lediglich zu Beginn war die Stimmung etwas gedämpft, da finanzielle Themen im Mittelpunkt standen.
Der Auftakt war eher von einer nostalgischen Stimmung geprägt, da viel an die Olympischen Winterspiele, die Finals, das Goldene Oval und weitere Highlights erinnert wurde.
Josephine Schlörb und Susanne Kreher erhielten für ihre Erfolge bei den Wettbewerben in Mailand und Cortina zudem ein kleines Präsent von Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Hanna Hoppe und Axel Jungk, die nicht im Congress Centrum Dresden anwesend sein konnten, werden ihre Ehrungen sicherlich nachträglich erhalten.
Hilbert betonte bei der Übergabe eines kleinen Goldbarrens als „Investition in die sportliche Zukunft“: „Für uns sind sie von unschätzbarem Wert, und wir sind überzeugt, dass sie zukünftig auch Goldmedaillen gewinnen werden.“
Um die Talente und Spitzensportler in Dresden zu halten, sind aber erhebliche finanzielle Mittel erforderlich. „Die Sportinfrastruktur bildet die Grundlage. In unserer Stadt treiben 137.000 Menschen regelmäßig Sport. Das ist keine Selbstverständlichkeit, würde es aber werden, wenn wir unsere Sportanlagen weiter ausbauen könnten“, erklärte Lars-Detlef Kluger, Präsident des Stadtsportbundes Dresden.
Daraufhin antwortete Oberbürgermeister Hilbert: „Die finanzielle Lage vieler Kommunen ist kritisch, Dresden bildet da keine Ausnahme. Trotzdem hoffen wir, Sportprojekte realisieren zu können. Allerdings kann ich nicht versprechen, dass alle berechtigten Forderungen erfüllt werden. Unser Ziel ist es, unsere Sportler hier zu halten und nicht an andere Städte zu verlieren. Genau dafür gibt es die Sportförderung.“
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Dresdens bekannteste Teams kommen auch ohne finanzielle Sondermittel aus – die Mannschaften des Jahres beeindruckten 2025 mit herausragenden Erfolgen.
Die Aufsteiger Dynamo Dresden (17,34 Prozent) und die Dresdner Eislöwen (20,15 Prozent) in die 2. Bundesliga beziehungsweise DEL konnten jedoch die Supercup- und Pokalsiegerinnen der DSC-Schmetterlinge (20,18 Prozent) nicht vom Spitzenplatz verdrängen.
„Es ist trotzdem ein großer Erfolg, wir freuen uns über den dritten Platz“, räumte Dynamos Trainer Vinko Sapina ein.
Dennoch durfte sich Eislöwen-Coach Niklas Sundblad über die Auszeichnung als Trainer des Jahres freuen. Weitere Ehrungen für ihr Lebenswerk gingen an Jens Kühn (Kanu) und Dietmar Jarosch (Leichtathletik). Jarosch scherzte: „Früher musste ich immer unten sitzen bleiben, diesmal hat es geklappt.“ Er fügte hinzu: „Vom Sport kann man nie ganz loslassen. Junge Athleten brauchen Unterstützung.“
Einer seiner langjährigen Schützlinge ist der frisch gekürte Sportler des Jahres, Karl Bebendorf. Er löste damit den vorherigen Seriensieger Tom Liebscher-Lucz ab und spendete seinen Gewinn von 1.000 Euro an das Hospiz in Radebeul. Bei den Damen gewann Kanutin Nele Reinwardt, die sich jedoch im Trainingslager befand und ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen konnte – wie viele andere auch.
Doch der Sport hat Vorrang. Die selbsternannte Sportstadt Dresden möchte auch im kommenden Jahr wieder zahlreiche Erfolge und Titel feiern. Oder wie es Eishockeyspieler Niklas Postel treffend formulierte: „Die ganze Stadt hatte im Sommer so viel zu feiern – das sind einfach wunderbare Erinnerungen!“
Die Top-8 der Sportlerinnen
1. Nele Reinwardt – WSV „Am Blauen Wunder“, Kanurennsport
2. Vivienne Morgenstern – DSC 1898, Leichtathletik
3. Leni von Bonin – DSC 1898, Schwimmen
4. Josephine Schlörb – EV Dresden, Eisschnelllauf
5. Susanne Kreher – DSC 1898, Skeleton
6. Lisa Eckstein – EV Dresden, Short Track
7. Angela Müller – DSC 1898, Leichtathletik
8. Michèle Rütze – Tauchsportklub Dresden, Flossenschwimmen
Die Top-8 der Sportler
1. Karl Bebendorf – DSC 1898, Leichtathletik
2. Tobias Hammer – WSV „Am Blauen Wunder“, Kanurennsport
3. Axel Jungk – DSC 1898, Skeleton
4. Lukas Haaser – Laubegaster Ruderverein Dresden, Rudern
5. Tom Liebscher-Lucz – KC Dresden, Kanurennsport
6. Pascal Boden – DSC 1898, Leichtathletik
7. Konstantin Kunckel – USV TU Dresden, Orientierungslauf
8. Lennart Grabe – EV Dresden, Eisschnelllauf
Die Top-8 der Nachwuchssportler
1. Katharina Golbs – DSC 1898, Wasserspringen
2. Selma Lotte Ritter – Dresdner Ruder-Club 1902, Rudern
3. Felix Krones – USV TU Dresden, Rudern
4. Elias Morgenstern – DSC 1898, Leichtathletik
5. Katharina Soloviova – Eislauf-Verein Dresden, Shorttrack
6. Florentine Grund – Dresdner Fecht-Club 1998, Fechten
7. Theo Witzleb – WSV „Am Blauen Wunder“, Kanurennsport
8. Jonathan Schipkowski – DSC 1898, Radsport
Die Top-8 der Teams
1. DSC 1898 – Volleyball Damen
2. Dresdner Eislöwen – Eishockey
3. SG Dynamo Dresden – Fußball
4. Dresden Monarchs – American Football
5. Masterteam Wasserspringen – Wasserspringen (Alexander Gorski, Erik Seibt, Markus Albrecht, Dorit Ehren, Alexander Warg, Yvonne Kempson)
6. DSC Herren Vierer – Akrobatik (Aaron Borck, Pascale Dreßler, Carl Frankenstein, Andreas Benke)
7. Frank Rennhack, Bernhard Hering, Christian Pilz – Para-Eishockey
8. Alexander Schiffler und Florian Singer – Sitzvolleyball
Trainer des Jahres
Niklas Sundblad – Dresdner Eislöwen
Sonderauszeichnungen
Saskia Oettinghaus – Sportlerrente
Jens Kühn und Dietmar Jarosch – Ehrungen für ihr Lebenswerk