Ehemaliger Profi sagt van Gerwen totalen Absturz voraus: „Nie wieder derselbe“
Niederlande – Michael van Gerwen (36) galt lange Zeit als unangefochtene Größe im Dartsport und dominierte seine Gegner in den 2010er-Jahren oftmals nach Belieben. Doch nun ist „Mighty Mike“ erstmals seit 2012 nicht mehr unter den Top drei der PDC-Weltrangliste zu finden. Ein früherer Profi sieht für van Gerwen keine Rückkehr an die Spitze, ganz im Gegenteil.
„Ich erwarte, dass er bis Ende des Jahres auf Platz zwölf der Weltrangliste abrutscht“, sagte Matt Edgar (39) in der neuesten Folge des „Mission Darts Podcast“ über den Niederländer und zeichnete ein düsteres Bild seiner Zukunft.
Edgars Einschätzung basiert vor allem auf einer Verletzung des dreimaligen Weltmeisters, die ihn 2022 zu einer Operation zwang. Van Gerwen unterzog sich damals einem Eingriff am rechten Arm wegen eines Karpaltunnelsyndroms.
Seitdem konnte der 36-Jährige zwar noch einmal die Premier League für sich entscheiden, einen wichtigen Ranglisten-Titel gewann er jedoch nicht mehr.
„Als jemand, der selbst mit Problemen am Handgelenk und Nervenschäden im Arm zu kämpfen hatte, kann ich sagen: Mental wird man nie wieder derselbe. Nie“, machte der Engländer unmissverständlich klar.
„Nenn mir einen Dartspieler, der nach so einer Verletzung zurückgekommen ist“, forderte Edgar seinen Gesprächspartner Andy Cornwall heraus. „Man ist danach einfach nicht mehr derselbe.“
Für van Gerwen sei dieser Wendepunkt laut Edgar bereits überschritten. Der 39-Jährige erkennt die „Green Machine“ auf der Bühne kaum noch wieder, da sich sein Wurfstil deutlich verändert habe.
„Er hat früher selbst erwähnt, dass er sein Handgelenk nicht mehr wie zuvor drehen kann und deshalb seinen Bewegungsablauf anpassen musste“, ergänzte der Ex-Profi.
Der veränderte Stil reiche zwar noch für gute Leistungen, doch nicht mehr für das Spitzenniveau von früher. „Primetime“ zweifelt daran, dass van Gerwen seine diesjährigen Preisgelder verteidigen kann.