Ehemaliger Darts-Weltmeister mit Blutkrebs diagnostiziert
Wales – Über viele Jahre war Mark Webster (42) eine feste Größe bei internationalen Darts-Turnieren. Später gewann er auch als TV-Experte bei Sky Sports zahlreiche Anhänger. Doch vor einigen Monaten zog sich der Waliser aus dem Kommentatoren-Team zurück. Nun offenbarte der BDO-Weltmeister von 2008, dass bei ihm eine seltene Form von Blutkrebs diagnostiziert wurde.
Anfang Januar erhielt der 42-Jährige die Diagnose Haarzellleukämie und muss sich nun einer Chemotherapie unterziehen, wie er im Gespräch mit „Darts World“ berichtete.
Trotz der zunächst erschütternden Diagnose blickt Webster zuversichtlich in die Zukunft: „Wenn man ‚Leukämie‘ hört, klingt das natürlich beängstigend, aber die Aussichten sind gut. Bei 95 Prozent der Betroffenen gelingt eine erfolgreiche Behandlung.“
Er geht davon aus, dass der Krebs irgendwann in Remission gehen wird, allerdings verläuft seine Heilung derzeit langsamer als erhofft. Eigentlich würde der ehemalige Profi am liebsten schon wieder arbeiten.
„Meine Leukozytenwerte erholen sich noch nicht, daher ist mein Immunsystem momentan geschwächt“, erklärte Webster weiter. „Aber hey, es ist nicht das schlimmste Szenario, es ist nur momentan etwas frustrierend. Trotzdem komme ich ganz gut damit klar.“
Im Februar hatte der Halbfinalist der PDC-WM 2010 seine Tätigkeit vorübergehend pausiert – aus „gesundheitlichen Gründen“, wie sein Management damals mitteilte.
„Ich habe nie viel dazu gesagt, weil ich erwartet hatte, viel früher wieder einzusteigen“, ergänzte Webster jetzt und deutete an, dass die Belastung bei den TV-Übertragungen aktuell noch zu hoch sei: „Eigentlich fühle ich mich gut und würde gerne zurück an die Arbeit, aber die Ärzte sind mit dem Arbeitsumfeld nicht einverstanden.“
Aufmerksam wurde man auf die Erkrankung, weil Webster zu Beginn über anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung klagte. „In unserem Beruf gibt es immer mal ruhigere Phasen, die zu einem kleinen Mittagsschlaf einladen, aber diesmal brauchte ich das wirklich“, erklärte der Linkshänder.
Zunächst habe er sich aufgrund der ständigen Erschöpfung noch schlecht gefühlt und gedacht, seine Zeit zu vergeuden.
„Doch wenn man sich nicht wohlfühlt, sollte man sich natürlich untersuchen lassen. Wahrscheinlich ist es nichts Ernstes. Aber bei mir war es eben diese dauerhafte Müdigkeit, die schließlich den Ausschlag gab“, appellierte der ehemalige Darts-Profi.