Vom Spitzenreiter zum Abstieg? Kommentator stellt Theorie zum Leistungsabfall des Darts-Profis auf
Belgien – Dimitri Van den Bergh (31) begeisterte jahrelang die Fans mit seinem stimmungsvollen Walk-on und überzeugte am Dartboard mit seiner fokussierten Spielweise. Der belgische Profi sicherte sich unter anderem den Sieg beim World Matchplay (2020) sowie den Triumph bei den UK Open (2024). Seit seinem letzten großen Erfolg scheint es jedoch bergab zu gehen. Ein Fachmann hat eine Erklärung für den plötzlichen Leistungsabfall parat.
Vor rund zwei Jahren, im März 2024, befand sich der „Dreammaker“ eigentlich auf dem Zenit seiner Karriere. Doch gerade bei seinem Sieg bei den UK Open begann das Publikum zunehmend, ihm kritisch gegenüberzustehen.
Van den Bergh war dafür bekannt, zwischen den Würfen längere Pausen einzulegen, Atemübungen zu machen und sich so optimal auf den nächsten Wurf vorzubereiten. Für einige Zuschauer zog sich dieser Ablauf jedoch zu sehr in die Länge.
Daraufhin veränderte er zumindest teilweise seine gewohnte Routine – ein Fehlgriff, wie PDC-Kommentator Dan Dawson meint.
„Tatsache ist, dass Dimitri seine Titel gewann, als er das Tempo drosselte und diese Atemübungen durchführte“, erklärte der TV-Moderator im „The Darts Show“-Podcast des Weltverbandes. „Es wirkt fast so, als sei er deswegen von den Fans ausgeschlossen worden.“
Dem Belgier sei immer wieder vorgehalten worden, dass seine Vorgehensweise seltsam wirke und zu viel Zeit beanspruche, doch Dawson vermisst den früheren Van den Bergh.
„Es scheint, als fühle er sich gezwungen, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten, um anderen zu gefallen – das ist aber gar nicht nötig“, so der Kommentator weiter. „Man spielt Darts so, wie man selbst die besten Ergebnisse erzielt.“
In den vergangenen zwei Jahren gelang dem aus Antwerpen stammenden Spieler kein großer Titel mehr. In der Weltrangliste fiel er bis auf Platz 37 zurück.
Im vergangenen Frühjahr gönnte sich Van den Bergh eine freiwillige Pause, um an seiner Form zu arbeiten. Seine Partnerin Evi sprach damals von einem „Neuanfang“.
Bisher zeigte sich dieser jedoch wenig erfolgreich. „Lassen wir die anderen reden. Wenn das sein Weg ist, um das Beste aus sich herauszuholen, sollte er unbedingt daran festhalten. Er hat ja keine Regeln verletzt“, so Dawson abschließend. „Ja, manche fanden es störend, aber das ist für mich irrelevant.“