Darts-Profi kritisiert Premier League in Berlin: „Unzumutbare Bedingungen“
Berlin – Scharfe Worte gegenüber der deutschen Metropole: Gerwyn Price (41) erreichte beim achten Spieltag der Darts Premier League immerhin das Halbfinale, musste sich dort jedoch dem späteren Sieger Luke Littler (19) geschlagen geben. Mit den Umständen in Berlin zeigte sich der „Iceman“ jedoch offensichtlich sehr unzufrieden.
„Das ist richtig ärgerlich. Luke spielt gerade wirklich stark, doch unter so schockierenden Bedingungen zu spielen, ist extrem schwierig“, äußerte der Waliser nach seinem Auftritt in der Uber Arena in seiner Instagram-Story.
Genauer, was den Weltmeister von 2021 in der Halle am Ostbahnhof, die Platz für 12.000 Zuschauer bietet, störte, ließ er offen. In der Vergangenheit hatten vor allem deutsche Fans mit Pfiffen und Buh-Rufen bei britischen Darts-Spielern für Unmut gesorgt. In Berlin blieb der Gegenwind jedoch vergleichsweise gering.
Vielleicht lag Prices Kritik aber eher am tatsächlichen Wind: „Vielleicht wäre es leichter, jede Woche draußen am Strand zu spielen, damit wir genau wissen, was uns erwartet“, ergänzte der 41-Jährige und spielte damit auf die Witterungsverhältnisse in der Uber Arena an.
Vom Publikum erhielt er dagegen positive Resonanz: „Danke für eure fantastische Unterstützung, ihr wart großartig“, schrieb die Nummer acht der Welt.
Zu Beginn zeigte sich Price noch unbeeindruckt von den Bedingungen, denn er dominierte mit einem Durchschnitt von 101,56 Punkten und einem 6:1-Erfolg gegen den Vizeweltmeister Gian van Veen (23).
Auch im Duell mit Littler präsentierte sich der „Iceman“ mit einem Drei-Dart-Schnitt von 98,17 Punkten solide, doch „The Nuke“ erzielte mit 108,58 Punkten noch bessere Werte und gewann 6:4, bevor er im Finale Michal van Gerwen (36) mit dem gleichen Ergebnis besiegte.
Prices Landsmann Jonny Clayton (51) schied am Donnerstag bereits in der ersten Runde gegen Josh Rock (24) aus und verlor dadurch die Tabellenführung der Premier League an Littler.
Seine Zeit in Berlin genoss Clayton trotz allem – aus einem ganz anderen Grund: „Der Döner in Deutschland schmeckt einfach besser“, schwärmte der 51-Jährige im Gespräch mit DAZN. „Ich bin ein großer Döner-Fan, habe schon einen gegessen und bevor ich abreise, hole ich mir noch ein oder zwei mehr.“