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Trainer-Sensation im Biathlon: Erfolgscoach verlässt Spitzen-Nation und schließt sich der Konkurrenz an

Oslo/Paris – Der verlorene Sohn kehrt zurück! Was sich in den letzten Wochen bereits abgezeichnet hatte, wird nun offenbar Realität: Einer der bekanntesten Biathlon-Trainer, Siegfried Mazet (48), wird nach Angaben der L'Équipe wieder in seine französische Heimat zurückkehren. Dieser Wechsel ist ein großer Gewinn für die französische Spitzenmannschaft, besonders mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2030, die in Frankreich stattfinden werden.

Von 2016 an betreute Siegfried Mazet die norwegische Mannschaft als Schießtrainer und trug wesentlich zu den Weltmeistertiteln und Olympiasiegen bei, die unter anderem die Stars Johannes Thingnes Bø (32) und Tarjei Bø (37) errangen.

Bei den Spielen in Mailand und Cortina konnten sich zudem die Norweger Johan-Olav Botn (26), Maren Kirkeeide (22) und Johannes Dale-Skjevdal (28) mit Goldmedaillen auszeichnen. Insgesamt sammelte das Team neben diesen drei Goldgewinnen auch fünf Silber- und drei Bronzemedaillen.

Nur eine Nation zeigte sich stärker: Frankreich! Und genau zu diesem Team kehrt Mazet nun zurück. Jeder Biathlon-Fan kennt den Mann am Schießstand, der durch sein Spektiv schaut und mitfiebert, wenn seine Athleten alle Ziele treffen.

Schon vor Beginn der Saison hatte er seinen Abschied von den Norwegern angekündigt – dass seine Rückkehr ausgerechnet nach Frankreich führen würde, war damals noch nicht bekannt.

Dennoch ist der Schritt nachvollziehbar, schließlich lebten seine Frau und die beiden Kinder während seiner Zeit in Norwegen stets im gemeinsamen Haus in der Region Drôme zwischen Grenoble und Avignon.

Vor seinem Engagement in Norwegen feierte Mazet seine größten Erfolge mit den Fourcade-Brüdern.

Besonders galt er als Mentor von Martin Fourcade (37), der unter seiner Anleitung beeindruckende siebenmal hintereinander den Gesamtweltcup gewann und bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver sowie 2014 in Sotschi dreimal Gold und einmal Bronze holte. Hinzu kamen zehn Weltmeistertitel.

Als Mazet Ende 2016 seinen Wechsel nach Norwegen bekanntgab, reagierte Fourcade empört und sprach sogar von einem „Verrat“. Später jedoch fand der Ausnahmeathlet wieder Frieden mit seinem langjährigen Förderer.

Ein erneutes Treffen wird es nun vor allem mit seinem Bruder Simon Fourcade (41) geben, der als Trainer im französischen Herrenteam tätig ist.