zurück

Aktueller Biathlon-Weltmeister zieht Konsequenzen und beendet Saison vorzeitig

Nové Město na Moravě (Tschechien) – Für Endre Strømsheim (28) läuft die laufende Saison bisher alles andere als rund: Noch im vergangenen Jahr erreichte der norwegische Biathlet den Höhepunkt seiner Karriere, als er bei der WM in der Königsdisziplin Massenstart sowie mit der Staffel Gold gewann. Nach einer von gesundheitlichen Problemen geprägten Phase zieht er nun jedoch die Reißleine und beendet seine Wintersaison vorzeitig.

„Murphys Saison endete als Zuschauer in Nové Město“, schrieb der zweifache Weltcup-Sieger auf Instagram – eine Anspielung auf Murphys Gesetz, das besagt, dass alles, was schiefgehen kann, auch tatsächlich schiefgeht.

Beim Weltcup in Tschechien verpasste der 28-Jährige die Qualifikation für den abschließenden Massenstart, nachdem er im Sprint ein Desaster erlebte: Mit insgesamt sechs Fehlschüssen, davon fünf bei einer einzigen Schießeinlage, kam der Vorjahres-13. der Gesamtwertung nur auf Platz 84.

Diese Enttäuschung und die anhaltenden gesundheitlichen und formbedingten Schwierigkeiten veranlassten Strømsheim, zwei Monate vor Saisonende einen Schlussstrich zu ziehen.

„Ich werde schrittweise mit der Vorbereitung auf die WM 2027 beginnen und plane, zu Beginn der nächsten Saison wieder voll einsatzbereit zu sein“, erklärte der Biathlet und bestätigte seine vorzeitige Pause anschließend auch im Interview mit TV2.

„Ich bin mir meiner derzeitigen Situation bewusst und überlege, wie ich zu einem nächsten guten Resultat komme. So wie es momentan aussieht, werde ich in dieser Saison keine weiteren Rennen mehr bestreiten“, begründete der Norweger seine Entscheidung.

Mit großen Erwartungen war Strømsheim in diese Saison gestartet. Besonders nach dem Rücktritt der Bø-Brüder hatte der Doppel-Weltmeister von 2025 gute Aussichten auf eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen.

Doch es kam anders: Schon vor Saisonbeginn kämpfte der 28-Jährige mit Krankheiten und Formtiefs. Nur wegen seiner vorherigen Erfolge erhielt er einen garantierten Startplatz beim ersten Weltcup. Dort gelang ihm jedoch nicht einmal der Einzug in die Top 30, woraufhin er in den IBU-Cup zurückgestuft wurde. Nach nur einem Rennen erkrankte er erneut und konnte wochenlang nicht trainieren.

Sein Traum von Olympiateilnahme zerplatzte, denn sechs andere Norweger wurden nominiert. Dass Strømsheim in diesem Winter überhaupt noch in der Weltspitze zurückkehren konnte, lag vor allem daran, dass sich die norwegische A-Mannschaft auf die Olympischen Spiele vorbereitete und deshalb viele Weltcup-Events ausließ.

Doch dieser Einsatz schlug fehl und endete schließlich mit dem vorzeitigen Saisonabbruch des Norwegers.