zurück

Endgültige Entscheidung: Diese deutschen Biathleten vertreten Deutschland bei Olympia

Antholz (Italien) – In etwa zweieinhalb Wochen beginnen die ersten Biathlon-Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen. Nun steht fest, welche deutschen Athletinnen und Athleten in Antholz an den Start gehen werden. Wie bereits erwartet, nutzt der Deutsche Skiverband (DSV) sein Kontingent bei den Frauen voll aus, sodass sechs Sportlerinnen zu den Winterspielen reisen. Bei den Männern erhält ein Athlet auch ohne offizielle Olympia-Qualifikationsnorm die Möglichkeit zur Teilnahme.

Der weibliche Olympia-Kader wird von der Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß (31) angeführt. Neben ihr wurden auch Janina Hettich-Walz (29), Vanessa Voigt (28), Anna Weidel (29), Julia Tannheimer (20) sowie Selina Grotian (21) nominiert. Grotian hatte sich erst beim letzten Rennwochenende in Ruhpolding die Qualifikation für Olympia gesichert.

Ursprünglich hatte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling (48) angekündigt, trotz sechs zur Verfügung stehender Quotenplätze nur fünf Frauen nach Antholz mitzunehmen und die sechste Athletin als Reserve im Heimatland zu behalten. Allerdings hatte er diese Haltung bereits vor etwa einer Woche im Zusammenhang mit Grotian leicht modifiziert.

„Sollte sich zeigen, dass einzelne Athletinnen trotz unglücklicher Saisonleistungen stark auftrumpfen, werden wir sicherlich in Erwägung ziehen, mit sechs Frauen anzutreten oder eine sechste Teilnehmerin noch nachzunehmen“, erklärte der 48-Jährige. Dank Grotians kurzfristiger Qualifikation erfüllen nun sechs Athletinnen die Voraussetzungen und dürfen alle bei den Spielen starten.

Ob jedoch alle nominierten deutschen Biathletinnen tatsächlich zum Einsatz kommen, ist eine andere Frage: Im Gegensatz zum Weltcup, bei dem der DSV sechs Startplätze besitzt, sind bei Olympia pro Rennen maximal vier Starterinnen pro Nation erlaubt.

Bei den Herren gestaltete sich die Auswahl schwieriger. Obwohl der DSV fünf Quotenplätze erhält, erfüllten lediglich Philipp Horn (31), Philipp Nawrath (32), Justus Strelow (29) und David Zobel (29) die Olympia-Norm.

Als fünften Teilnehmer nimmt das Team daher Lucas Fratzscher (31) mit, der in Oberhof mit einem 16. Platz im Sprint die Qualifikationsvorgabe knapp verfehlte. Für den 31-Jährigen wird es die erste Olympiateilnahme sein.

Danilo Riethmüller (26), der nach starken Leistungen in der Vorsaison in dieser Saison zwar am Schießstand Schwierigkeiten hat, sich aber mit guten Laufzeiten auszeichnet, bleibt ebenso wie Johannes Kühn (34) und Simon Kaiser (26) zuhause und erhält keine Nominierung.