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DSV zeigt Konsequenz: Deutscher Biathlon-Star nach schwachem Wochenende aus dem Team gestrichen

Ruhpolding – Ein deutlicher Rückschlag für Anna Weidel (29)! Bis zum letzten Wochenende rangierte sie hinter Vanessa Voigt (28) noch als zweitbeste deutsche Biathletin im Gesamtweltcup. Nach enttäuschenden Leistungen in Oberhof ist sie nun jedoch vorerst pausieren.

Auf den anspruchsvollen Strecken im Thüringer Wald konnte Weidel im Lauf nicht überzeugen und belegte sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung den schwächsten Rang unter den deutschen Starterinnen. Aufgrund dessen muss die aktuell 20. im Gesamtweltcup einer anderen Athletin Platz machen: Sophia Schneider (28), die bereits zweimal Staffel-Medaillen bei Weltmeisterschaften gewann, bekommt in dieser Saison ihre ersten Einsätze im Weltcup.

„Sophia Schneider rückt nach zuletzt überzeugenden Resultaten im IBU-Cup in den Kader“, erklärte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling (48). „Anna Weidel wird dafür aus dem Team genommen.“

Ein kleiner Lichtblick für die 29-Jährige: Bereits eine Woche später, beim letzten Weltcup vor den Olympischen Spielen in Nove Mesto, soll sie wieder zum Team stoßen.

Abgesehen davon bleibt das deutsche Damen-Team unverändert, bei den Herren gibt es nur eine Änderung: Philipp Horn (31) wird für den DSV nicht an den Start gehen.

Der Oberhofer musste bereits am vergangenen Wochenende wegen Krankheit auf die Verfolgung und Staffel verzichten und wird auch in Ruhpolding nicht rechtzeitig genesen sein. Er soll ebenfalls in Nove Mesto wieder ins Team zurückkehren.

Für Horn rückt Danilo Riethmüller (26) zurück in den Kader und erhält, ebenso wie Johannes Kühn (34) und Lukas Fratzscher (31), noch eine letzte Möglichkeit, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Bitterling betonte, dass diese Wettkampf-Woche „besonders im Hinblick auf die noch offenen Olympia-Qualifikationen genau beobachtet“ werde: „Die entsprechenden Vorgaben sind bekannt.“ Um das Olympia-Ticket zu erhalten, benötigt ein deutscher Athlet entweder einen Top-8- oder zwei Top-15-Platzierungen; die endgültigen Nominierungen erfolgen nach Ruhpolding.

Der 48-Jährige fügte hinzu: „Das Ziel ist, dass sich die Sportlerinnen und Sportler, die die Qualifikationsnorm bisher noch nicht erfüllt haben, in Ruhpolding noch einmal präsentieren und sich für das Olympia-Team empfehlen.“

Dies gilt auch für Selina Grotian (21), die den Großteil der Saison aufgrund von Krankheit verpasste: Ihr bestes Ergebnis in dieser Saison ist derzeit ein 23. Rang – letztes Jahr erreichte sie den neunten Platz im Gesamtweltcup.