DSV benennt Biathlon-Team für das große Saisonfinale – eine Entscheidung sorgt für Diskussionen
Oslo (Norwegen) – Von Donnerstag bis Sonntag findet das große Saisonfinale im Biathlon am Holmenkollen in Oslo statt. Am Dienstag gab der Deutsche Skiverband (DSV) dafür seinen Kader bekannt – allerdings sorgt eine Personalentscheidung für Fragen.
Eigentlich hätte der DSV in Norwegen mit sieben Frauen antreten können. Doch den zusätzlichen Startplatz, den der Verband aufgrund einer Top-Ten-Platzierung im Gesamtklassement des zweitklassigen IBU-Cups erhalten hat, lässt man ungenutzt.
Somit werden Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer, Selina Grotian, Marlene Fichtner und Julia Kink ins Rennen gehen. Auf Instagram erklärte der DSV lediglich, dass Anna Weidel nach einer Erkrankung noch nicht wieder einsatzfähig sei.
Franziska Preuß, bislang eines der Aushängeschilder, hatte nach den Olympischen Spielen ihre Karriere beendet. Doch auch Athletinnen aus dem IBU-Cup oder dem Juniorinnen-Bereich, wie etwa Hanna Kebinger (28) oder Sydney Wüstling (17), die bei der Junioren-WM Sprint-Dritte und Staffel-Siegerin wurde, hätten durchaus berücksichtigt werden können.
Obwohl der siebte Startplatz unbesetzt bleibt, strebt das deutsche Frauenteam beim letzten Weltcup in Finnland an, den Abstand zu den Verfolgern zu wahren und den fünften Rang im Nationencup zu sichern. Dieser Platz würde auch in der kommenden Saison sechs Startplätze für die deutschen Damen im Weltcup sichern.
Bei den Herren hingegen nutzt der DSV die durch das Quotenverfahren hinzugewonnenen Startplätze voll aus: Mit Elias Seidel und Franz Schaser schickt man zwei junge Talente zum Weltcup-Finale nach Oslo. Für Schaser ist es sogar der erste Einsatz auf höchster Ebene.
„Beide haben zuletzt im IBU-Cup mit Podiumsplatzierungen auf sich aufmerksam gemacht, Elias konnte dort sogar einen Sieg einfahren“, erklärte Sportdirektor Felix Bitterling. Nun gehe es für sie darum, „erste Weltcup-Erfahrungen zu sammeln“. Das soll ihnen „helfen, motiviert ins Sommertraining zu gehen und die Lücke zu den etablierten Athleten zu verkleinern, um zum Saisonbeginn ein Wörtchen bei der Vergabe der Weltcup-Startplätze mitreden zu können“, fügte Bitterling hinzu.
Auch Simon Kaiser wurde für das Finale nominiert. Darüber hinaus treten Philipp Nawrath, Justus Strelow, Philipp Horn, Lucas Fratzscher und Leonhard Pfund in Oslo an. Der erkrankte Danilo Riethmüller fehlt hingegen.