Biathlon-Team steht fest: Zwei deutsche Weltcup-Sieger kehren zurück
Oberhof – Die Weihnachtspause neigt sich dem Ende zu, der Heim-Weltcup in Oberhof steht vor der Tür! Der Deutsche Skiverband (DSV) hat nun das Aufgebot für die Wettkämpfe im Thüringer Wald veröffentlicht: Drei Athleten müssen zurück in den IBU-Cup.
Bei den Herren reagierte der DSV auf schwächere Leistungen außerhalb des Top-Trios mit Philipp Horn (31), Philipp Nawrath (33) und Justus Strelow (29) und schickte Danilo Riethmüller (26) und Simon Kaiser (26), die bislang fest zum Kader gehörten, in die zweithöchste Wettbewerbsserie, den IBU-Cup.
Sportdirektor Felix Bitterling begründete die Maßnahme damit, dass das Duo "trotz erneut guter Laufzeiten im IBU-Cup am Arber antreten wird, mit der Erwartung, dort eine entsprechende Leistungssteigerung zu zeigen". Beide hatten zu viele Schießfehler produziert.
Für Riethmüller und Kaiser rücken Lukas Fratzscher (31), der bereits zum Saisonauftakt in Östersund im Team stand, sowie Johannes Kühn (34) ins Weltcup-Aufgebot nach.
Vor allem für Kühn bedeutet das eine große Erleichterung. Der 34-Jährige, der in seiner Karriere bereits einen Weltcupsieg und mehrere Podestplätze errungen hat, hatte sich seine bisher letzte Saison ganz anders vorgestellt.
Im Sommer scheiterte der Staffel-Medaillengewinner der Vorsaison an der Qualifikation für das Weltcup-Team und musste den Umweg über den IBU-Cup nehmen. Nun profitiert er von der Schwäche der übrigen Herrenmannschaft und erhält so die Chance, sich noch für die Olympischen Spiele zu empfehlen.
Bei den Damen bleibt die Auswahl im Vergleich zu den letzten Wettkämpfen in Le Grand-Bornand größtenteils unverändert, jedoch kehrt mit Selina Grotian (21) eine vielversprechende Athletin zurück: Die 21-Jährige hat ihre Krankheit, die sie bisher alle Rennen außer die ersten beiden Einzelwettkämpfe hat verpassen lassen, offenbar überwunden und ist wieder im Weltcup dabei.
Für Grotian muss Julia Kink (21) weichen, sie wird in den IBU-Cup zurückgestuft.
"Ich freue mich, dass ich in den vergangenen Wochen wieder gut trainieren konnte. Die Krankheit hat letztendlich länger gedauert als anfangs angenommen oder erhofft", erklärte die Gesamtweltcup-Neunte der letzten Saison. Aktuell fühle sie sich fit und blicke mit Vorfreude auf die bevorstehenden Wettkämpfe.
Besonders wichtig ist für sie die starke Leistung in Oberhof, denn nach den folgenden Rennen in Ruhpolding fällt die Entscheidung über den Olympia-Kader. Im Gegensatz zu den Herren haben bereits fünf deutsche Frauen die Qualifikationsnorm erfüllt – Grotian gehört bislang nicht dazu und läuft Gefahr, erstmals bei Olympischen Spielen auszufallen.