zurück

Endlich ist der Knoten geplatzt! DSV-Staffel erreicht in Ruhpolding das Podium

Ruhpolding – Der Durchbruch ist geschafft! Im letzten Staffelrennen vor den Olympischen Spielen gelang den deutschen Biathleten in einem spannenden Wettbewerb erstmals in dieser Saison der Sprung aufs Treppchen. Justus Strelow, Danilo Riethmüller, David Zobel und Philipp Nawrath belegten mit nur 7,9 Sekunden Rückstand hinter dem Sieger den dritten Platz und mussten sich lediglich Frankreich und Norwegen geschlagen geben.

Die Grundlage für diesen Erfolg bildete eine herausragende Schießleistung: Bei insgesamt acht Schießeinlagen benötigte das DSV-Team lediglich fünf Nachlader. Auf der letzten Runde lieferte Philipp Nawrath sich ein mitreißendes Duell mit dem Norweger Vetle Sjåstad Christiansen – letztlich hatte der Norweger die Nase vorne.

Trotzdem herrschte bei den deutschen Athleten große Freude nach einer durchweg starken Vorstellung, denn vor heimischem Publikum in Ruhpolding feierten sie den ersten Podiumsplatz der aktuellen Saison.

Strelow, der nach mehreren Veränderungen wieder als Startläufer eingesetzt wurde, zeigte sofort, warum er auf dieser Position wichtig ist: Beim zweiten Schießen setzte er sich klar von der Konkurrenz ab, ging als Führender auf die letzte Runde und übergab schließlich als Vierter mit lediglich 4 Sekunden Rückstand auf Italien an Riethmüller.

"Ich bin überglücklich, die Gelegenheit bekommen zu haben, mein Können unter Beweis zu stellen", strahlte Riethmüller, der nur aufgrund der Erkrankung von Philipp Horn wieder in den Weltcup-Kader aufgenommen wurde, nach seinem Einsatz. "Vor einer solchen Zuschauermenge macht das Rennen natürlich doppelt so viel Spaß."

Diese Freude spiegelte sich in seiner Leistung wider: Nur im Liegendschießen musste der 26-Jährige einmal nachladen und brachte Deutschland damit zur Rennhalbzeit in Führung!

Das Rennen blieb äußerst knapp und die Führungsposition wechselte laufend. Aufgrund der eher leichten Strecke konnten Rückstände am Schießstand schnell aufgeholt werden, sodass Zobel die Übergabe an Nawrath als Dritter nur fünf Sekunden hinter den führenden Schweden vornahm.

Beim letzten Schießen trafen schließlich vier Teams – Norwegen, Frankreich, Schweden und Deutschland – gleichzeitig zum spannenden Showdown zusammen. Nawrath bewahrte trotz eines Nachladers die Ruhe, startete als Zweiter hinter dem Franzosen Éric Perrot auf die Schlussrunde und musste sich letztlich nur dem Norweger Christiansen geschlagen geben.