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Unfall führt zum Verlust der Zunge: Deutsche Biathletin beendet ihre Laufbahn

Gotha – Während Juliane Frühwirt (27) im Juniorenbereich zahlreiche Medaillen sammelte, blieb ihr der große Durchbruch im Weltcup später verwehrt. Kurz vor den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina hat die deutsche Biathletin nun ihre Karriere beendet.

Dies gab die gebürtige Thüringerin am Dienstagmittag via Instagram bekannt. Insbesondere das deutliche Verfehlen der Teilnahme an dem Mega-Event in Italien spielte eine wichtige Rolle bei ihrer Entscheidung.

„Wer mich kennt, weiß, dass ich die Saison 2025/26 mit dem Ziel Olympia angegangen bin. Leider hat es nicht gereicht“, erklärte die 27-Jährige.

Der Sport habe ihr stets viel bedeutet, doch mittlerweile habe das Leben andere Wege für sie vorgesehen.

Im März 2024 zog sich Frühwirt bei einem Unfall in Galtür schwere Gesichtsverletzungen zu, darunter Brüche im Kiefer- sowie Jochbeinbereich, zudem war eine Zungentransplantation erforderlich.

Seitdem richtet sie ihren Fokus verstärkt auf ihre zweite Karriere als Unternehmerin im Coaching-Bereich und betreut dort andere Athleten – mit großem Erfolg.

„Ein Erfolg, den ich mir hart erkämpft habe. Die vergangenen neun Monate waren für mich absolut an der Belastungsgrenze“, so die erfahrene DSV-Athletin. „Deshalb fühlte sich die Entscheidung, mitten in der Saison abzubrechen, richtig und erleichternd an.“

Freunde hatten sie mehrfach vor einem Burnout gewarnt, weshalb sie trotz möglicherweise noch offener Ziele diesen endgültigen Schritt jetzt geht.

„Habe ich im Biathlon alles erreicht, was ich mir erhofft hatte? Nein“, reflektierte Frühwirt. „Wäre die kleine Juliane bei ihrem ersten Rennen dennoch stolz auf den Weg, den sie gegangen ist? Ja. Ich war kein Naturtalent, aber ich hatte den Willen und die Bereitschaft, hart zu arbeiten.“

Zum Abschluss richtete die Gothaerin einen Dank an alle, die sie über die Jahre unterstützt haben.