Nach katastrophalem Start: Biathletin überrascht mit Offenbarung über Angst
Östersund (Schweden) – Die Enttäuschung ist groß! Die norwegische Frauenstaffel begann die olympische Biathlon-Saison mit einem ernüchternden Auftritt.
Beim Weltcup-Eröffnungslauf im schwedischen Östersund erreichte das Team lediglich den 13. Platz. Besonders negativ fiel Ingrid Landmark Tandrevold (29) auf, die einen äußerst schwierigen Tag erwischte.
Als zweite Läuferin ihrer Staffel startend, lag die 29-Jährige zunächst auf Rang sechs. Doch schon im Liegendschießen unterlief ihr ein gravierender Fehler, der sie in die Strafrunde zwang und damit wertvolle Sekunden kostete.
„Auf der Anzeige stand, dass ich zwei Nachlader benutzt habe. Ich war jedoch überzeugt, alle drei Nachladungen bereits abgefeuert zu haben“, erklärte die erfahrene Athletin nach dem Wettkampf gegenüber „NRK.no“.
Dieser Zwischenfall brachte sie deutlich aus dem Tritt, denn im Stehendanschlag verschlimmerte sich die Situation, als Tandrevold gleich zwei Scheiben verpasste.
„Im Stehendanschlag werde ich etwas nervös. Obwohl ich viel Erfahrung habe, habe ich im vergangenen Jahr einige sehr belastende Staffel-Erlebnisse gehabt. Wenn ich einmal daneben schieße, fällt es mir schwer, meinen Fokus wiederzufinden“, gestand sie dem norwegischen öffentlich-rechtlichen Sender und gewährte somit einen tiefen Einblick in ihre Gefühlslage.
„Es ist hart, wenn man die Leistung für die gesamte Mannschaft beeinträchtigt. Ich habe viel daran gearbeitet, mich auf meine Aufgabe zu konzentrieren und keine Angst vor dem Schießen zu haben. Aber heute ist diese Angst leider zurückgekehrt“, berichtete Tandrevold.