Sächsischer Schütze Schaser erfüllt sich seinen Kindheitstraum im Biathlon-Weltcup!
Oslo (Norwegen) – „Ich kann es kaum glauben“, gab Franz Schaser (23) am Freitag nach dem Sprint in Oslo im ZDF zu. Für den Hermsdorfer ging damit ein „Kindheitstraum in Erfüllung“!
Der 23-Jährige feierte seine Premiere im Weltcup am berühmten Holmenkollen: „Ich war extrem aufgeregt. Vor dem Rennen bin ich im Hotelzimmer hin und her gelaufen. Als ich dann ins Stadion kam, bekam ich Gänsehaut. Mein erstes Weltcup-Rennen, genau an diesem Ort und bei Sonnenschein.“
Und auch sportlich konnte er überzeugen! Schaser belegte den 24. Rang mit einem Rückstand von nur 1:40,8 Minuten auf den Tagessieger Sturla Holm Laegreid (29). Im Gegensatz zum Norweger blieb er am Schießstand ohne Fehler.
„Ich bin sehr zufrieden und unglaublich glücklich über meine Leistung am Schießstand“, resümierte der 13. des IBU-Cups (zweithöchste Biathlon-Liga).
„Läuferisch war ich auf der zweiten Runde etwas am Limit. Auf der letzten Runde sind mir dann die Beine weggegangen.“ Das nahm er jedoch gelassen hin.
Auch dass ein anderer Athlet aus Hermsdorf besser abgeschnitten hatte, störte ihn nicht. Justus Strelow (29) erreichte im Sprint Platz 13, war aber mit seinem liegenden Schießen unzufrieden.
„Es ärgert mich, dass gerade der erste Schuss daneben ging“, erklärte der 29-Jährige, der im Stehendanschlag fehlerfrei blieb und letztlich mit seinem Ergebnis zufrieden war. Ausnahmsweise kam der Olympia-Dritte auch mit den sonst ungeliebten weichen Schneeverhältnissen gut zurecht.
Der Grund: „Das schont das Handgelenk, wenn die Loipe nicht hart gefroren ist. Sonst merke ich bei jedem Stockeinsatz den gebrochenen Finger.“
Bester Deutscher war Philipp Nawrath. Der 33-Jährige traf zwar alle zehn Schüsse, konnte auf der Strecke jedoch nicht mit den Top-Athleten mithalten und belegte Platz acht. Das Podium verfehlte er um 31,7 Sekunden.
„Das ist schwer zu erklären. Ich war nicht mehr ganz frisch auf der Runde“, sagte Nawrath im ZDF. „In der letzten Runde hat mir leider etwas die Kraft gefehlt.“