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Neuer Sportdirektor für den deutschen Biathlon steht fest

Von Thomas Wolfer

Planegg – Bernd Eisenbichler kehrt als Sportdirektor im Biathlon zum Deutschen Skiverband (DSV) zurück und soll das Team nach der enttäuschenden Olympiasaison wieder zu Erfolgen führen. Wie der DSV bekanntgab, tritt der 50-Jährige ab dem 1. Mai die Nachfolge von Felix Bitterling an, der – wie bereits im Dezember verkündet – zum internationalen Biathlonverband IBU wechselt.

Für Eisenbichler ist es die zweite Amtszeit: Von 2019 bis 2022 leitete er bereits die deutschen Biathlonmannschaften, bevor er in die Führungsriege der Sportartikelbranche wechselte.

DSV-Sportvorstand Andreas Schlütter erklärte, dass vor der Besetzung der Schlüsselposition zahlreiche Gespräche geführt wurden. Es wurden mehrere Kandidaten für die Aufgabe in Betracht gezogen. Letztlich überzeugte das umfassende Konzept Eisenbichlers am meisten, so Schlütter: „Seine Visionen, seine internationale Erfahrung im Biathlon und sein klarer Fokus auf die nächsten Entwicklungsschritte waren für uns ausschlaggebend.“

Die ersten Gespräche zur Übergabe von Bitterling an Eisenbichler haben bereits stattgefunden.

Eisenbichler betonte: „Nun gilt es, gemeinsam mit allen Beteiligten zu analysieren, an welchen Stellen wir noch nachbessern müssen, um sowohl auf Weltniveau als auch im Nachwuchsbereich langfristig erfolgreich zu bleiben.“

Der neue Sportdirektor steht vor großen Herausforderungen. Nach dem Karriereende von Franziska Preuß fehlt dem Team eine prägende sportliche Führungspersönlichkeit. Das Olympia-Ergebnis in Italien im Februar – mit nur einer Bronzemedaille – markierte den schlechtesten Auftritt seit der Wiedervereinigung und stellte einen Tiefpunkt dar.

Die vormals so erfolgreichen deutschen Skijäger haben den Anschluss an Topnationen wie Frankreich und Norwegen verloren. Auch vier vierte Plätze bei den Spielen können daran nichts ändern.

DSV-Vorstand Schlütter zeigte sich zurückhaltend: „Wenn man die grundsätzlich positive Entwicklung der letzten drei Jahre betrachtet, müssen wir offen sagen, dass wir mit dem Verlauf dieser Wintersaison insgesamt nicht zufrieden sein können. Gleichzeitig sind wir uns einig, dass in den vergangenen Jahren viele wichtige Prozesse angestoßen wurden, die aus unserer Sicht in die richtige Richtung weisen – auch wenn deren Wirkung teilweise noch Zeit benötigt.“

Bitterling wird nach dieser Saison auf eigenen Wunsch zur Internationalen Biathlon Union zurückkehren, für die er bereits in der Vergangenheit tätig war. Beim Weltverband übernimmt der Bayer die Führung einer neu eingerichteten Marketingabteilung.

Seit April 2022 hatte Bitterling als Sportdirektor beim DSV zahlreiche Veränderungen initiiert, unter anderem in der Trainerausbildung und der Nachwuchsförderung.