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BFC Dynamo entkommt Pokal-Debakel: Spiel von Krawallen überschattet

Von Matthias Koch

Berlin – Der Regionalligist BFC Dynamo bewahrt sich mit einem packenden 6:3-Erfolg gegen Sparta Lichtenberg die Chance auf die Titelverteidigung im Berliner Landespokal.

Erst in der Verlängerung fiel die Entscheidung. Nach 45 Minuten stand es 1:1, nach regulärer Spielzeit 2:2. In der Nachspielzeit kam es aufgrund von Ausschreitungen zu einer elfminütigen Unterbrechung.

Anhänger des BFC entzündeten außerhalb des Vereinsgeländes Pyrotechnik. Die Polizei rückte schnell an, es kam zu Zusammenstößen.

Da offenbar auch Pyrotechnik von außen ins Spielfeld geworfen wurde, brach Schiedsrichter Julius Hanft die Partie in der 110. Minute vorübergehend ab. Zuvor war es zu einer Rudelbildung zwischen den Spielern beider Mannschaften gekommen, bei der Sparta-Kapitän Ömer Toktumur in der 109. Minute mit Rot vom Platz gestellt wurde.

Der Außenseiter Lichtenberg profitierte vor 1050 Zuschauern davon, dass das Spiel auf dem Kunstrasen des ausverkauften Paul-Kalkbrenner-Sportfelds stattfand. Die Gastgeber drehten einen frühen Rückstand, ehe der BFC erst in der 89. Minute den Ausgleich erzielen konnte.

Vor drei Jahren war Sparta im Halbfinale mit 5:1 gegen den BFC erfolgreich, ebenfalls auf heimischem Kunstrasen. Damals noch Berlin-Ligist, scheiterte Sparta im vergangenen Jahr im Endspiel nach Verlängerung mit 1:3 am Oberligisten TuS Makkabi.

Im Finale am 23. Mai im Mommsenstadion trifft Dynamo auf Regionalligist VSG Altglienicke, der am Vortag Ligakonkurrent Hertha Zehlendorf mit 4:0 bezwang.