Kurz vor dem WM-Beginn: Berlin sagt nie geplante Fanmeile ab
Berlin – Noch vor zwei Jahren verfolgten bei der EM Zehntausende Fußballfans die Begegnungen der deutschen Nationalmannschaft auf der Straße des 17. Juni in Berlin. In diesem Jahr wird es solche Szenen jedoch nicht geben: Die Fanmeile wurde knapp vier Wochen vor dem Start der WM 2026 offiziell abgesagt.
Bemerkenswert ist, dass eine Fanmeile ursprünglich gar nicht vorgesehen war, dann aber doch angekündigt wurde – und nun stillschweigend wieder gestrichen ist.
Auf Berlin.de heißt es aktuell: „Korrektur: Keine Fanmeile vor dem Brandenburger Tor.“
Bis vor wenigen Tagen hatte die offizielle Website der Stadt noch anders geklungen, wie die B.Z. berichtete. Dort war die Rede von fünf großen Leinwänden und vier Zu- und Ausgängen.
Mittlerweile wurden die Pläne für eine Fanmeile offenbar endgültig verworfen: „Auf der Straße des 17. Juni wird bei Fußball-Europameisterschaften und Weltmeisterschaften üblicherweise eine Fanmeile zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor aufgebaut. Für die WM 2026 ist jedoch keine Fanmeile vorgesehen“, heißt es nun auf Berlin.de.
Zum Auftakt der WM am 11. Juni mit dem Spiel Mexiko gegen Südafrika wird es somit keine gemeinsame Public-Viewing-Veranstaltung geben – auch nicht, wenn Deutschland drei Tage später ins Turnier eingreift.
Der B.Z. zufolge war die Fanmeile von Anfang an nicht geplant. Dies teilte die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr auf Nachfrage dem Boulevardblatt mit. Die ursprüngliche Ankündigung war demnach ein Fehler, weshalb nun eine Korrektur folgte.
Auch aus organisatorischen Gründen wäre eine Fanmeile schwierig geworden – vor allem wegen der unterschiedlichen Anstoßzeiten. Deutschland hat in der Gruppenphase zwar Glück und spielt am Sonntag, den 14. Juni, um 19 Uhr (MEZ) gegen Curacao. Die anderen beiden Gruppenspiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador finden jedoch erst jeweils um 22 Uhr statt.
Andere europäische Teams haben es noch schwerer: Einige ihrer Partien finden mitten in der Nacht statt.