Niners-Star Nike Sibande in Ägypten gestrandet: Iran-Konflikt verzögert Rückflug
Chemnitz – Nach der Länderspielpause setzen die Niners ihre BBL-Saison am Freitagabend (20 Uhr) beim Tabellenvierten aus Würzburg fort. Einer der Schlüsselspieler des Chemnitzer Teams, der US-Amerikaner Nike Sibande (26), könnte allerdings bei diesem wichtigen Spiel fehlen.
Mehrere Tage saß Sibande am Flughafen in Alexandria, Ägypten, fest, befindet sich aber mittlerweile auf dem Weg zurück nach Deutschland. „Nike war mit der ugandischen Nationalmannschaft in Afrika unterwegs. Aufgrund des neu aufgeflammten Nahost-Konflikts kam es zu erheblichen Problemen bei seiner Rückreise“, so die Mitteilung des Vereins.
In Alexandria bestritt Sibande mit Uganda drei WM-Qualifikationspartien gegen Angola (68:90), Mali (73:84) sowie Gastgeber Ägypten (52:91). Trotz der erwarteten Niederlagen kämpfte der Außenseiter aus Uganda beherzt.
Der Guard stand im Schnitt fast 37 Minuten auf dem Feld und erzielte durchschnittlich 16 Punkte, holte 7,7 Rebounds und gab 6,7 Assists pro Spiel.
Diese Statistiken bestätigen die derzeitige starke Verfassung des Shooting Guards. In der Basketball-Bundesliga konnte Sibande mit den Niners zuletzt drei Siege in Folge feiern und zählte stets zu den Leistungsträgern im Team von Trainer Rodrigo Pastore (53).
„Wegen der erneuten Eskalation des Konflikts im Nahen Osten während seines Aufenthalts am Nildelta wurden zahlreiche Flüge in der Region gestrichen, weshalb Sibande bislang nicht abreisen konnte“, erklärten die Niners am Dienstag.
Später äußerte sich Pressesprecher Matthias Pattloch gegenüber TAG24 etwas optimistischer: „Nike soll heute (Dienstag, Anm. d. Red.) am Abend von Alexandria über Istanbul nach Hannover fliegen.“
Trainer Pastore und die gesamte Mannschaft hoffen, dass Sibande rechtzeitig zum Auswärtsspiel in Würzburg ankommt. Es bleibt abzuwarten, wie der 26-jährige Spieler die anstrengende Reise verkraftet.
Glücklicherweise konnten die Chemnitzer das für Sonntag angesetzte Heimspiel gegen Ulm auf Mitte April verschieben. Grund dafür ist das EuroCup-Achtelfinale, das am kommenden Mittwoch in Ljubljana, Slowenien, stattfinden wird.