Niners-Playmaker Washington zunächst brillant, dann vom Pech verfolgt
Chemnitz – Mehrfach überzeugte Niners-Guard Eric Washington (32) in Vechta mit geschicktem Dribbling, traf den Korb oder bereitete Punkte für seine Mitspieler vor.
Im letzten und entscheidenden Augenblick verzichtete der US-Amerikaner jedoch auf das Dribbling und entschied sich stattdessen für einen Distanzwurf. Das Ergebnis ist bekannt: Der Ball verfehlte sein Ziel, und Chemnitz unterlag denkbar knapp mit 78:80 (42:45).
Trainer Rodrigo Pastore (53) sprach diesen Moment nach Spielende nicht direkt an, äußerte sich jedoch vielsagend: „Unsere Wurfentscheidungen hätten besser sein können. In manchen Situationen hätten wir zum Korb ziehen müssen, entschieden uns aber lieber für den Dreipunktewurf.“
Diese Chancen fanden im ausverkauften Rasta-Dome viel zu selten ihr Ziel. Chemnitz erreichte lediglich eine Trefferquote von 25 Prozent (8/33). Washington blieb bei fünf Versuchen von außen ohne Treffer.
Im Team der Niners herrschte Einigkeit darüber, dass diese Niederlage vermeidbar gewesen wäre, zumal die Mannschaft über weite Strecken defensiv stark agierte und den besten Werfer der Liga zunehmend zur Verzweiflung brachte.
Alonzo Verge (27) erzielte lediglich fünf Punkte und musste nach seinem fünften Foul frühzeitig das Spiel verlassen.
Doch Vechta hatte nicht nur Verge zu bieten, sondern auch zahlreiche weitere starke Schützen: Tommy Kuhse (17 Punkte), Malik Parsons (16) und Tevin Brown (15). Kuhse und Brown trafen jeweils vier Dreier – genauso viele wie das gesamte Niners-Team an diesem Abend.